30 April 2026, 16:43

16. Hilfskonvoi aus Bergisch Gladbach erreicht kriegsgebeutelte Ukraine mit 54 Tonnen Hoffnung

Blauer Plakat mit dem Logo und Text der Biden-Harris-Regierung, der die Kongressabgeordneten zur Bereitstellung weiterer Ressourcen für die Ukraine auffordert.

16. Hilfskonvoi aus Bergisch Gladbach erreicht kriegsgebeutelte Ukraine mit 54 Tonnen Hoffnung

Freiwillige aus Bergisch Gladbach und Overath liefern zum 16. Mal Hilfsgüter in die Ukraine

Seit Beginn des Krieges haben Helfer aus Bergisch Gladbach und Overath ihre 16. Hilfslieferung in die Ukraine abgeschlossen. Der jüngste Konvoi brachte über 54 Tonnen dringend benötigte Güter in die Stadt Chmelnyzkyj, wo die psychischen und physischen Folgen des Krieges weiterhin schwer wiegen. Täglich um 9 Uhr morgens gedachten die Ukrainer:innen mit einer Schweigeminute der Opfer des Konflikts.

Acht Fahrer humanitärer Hilfsorganisationen aus Bergisch Gladbach und Overath transportierten Lebensmittel, Kleidung und medizinische Ausrüstung. Die Lieferung umfasste Konserven, Holzöfen, warme Winterkleidung, Spielzeug sowie Säcke mit Mehl, Zucker und Salz. Ein Teil der Spenden ging direkt an Familien, die aus den Frontgebieten fliehen.

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Die Reise war nicht ohne Hindernisse: Die Freiwilligen verbrachten 16 Stunden an der polnisch-ukrainischen Grenze, wo sie auf Kontrollen warteten, bevor sie in die Ukraine einreisen durften. Trotz der Verzögerungen sorgte das Team dafür, dass die Hilfe ihr Ziel erreichte – darunter auch ein Rettungswagen für den nächsten geplanten Konvoi im November.

In Chmelnyzkyj warnte Oleksander Chalsyjim, der Leiter des Traumazentrums, dass die psychologischen Folgen des Krieges noch Generationen nachwirken werden. Die Psychologin Olena Lebedjewa leitet mittlerweile eine Selbsthilfegruppe für Kriegswitwen, um den Frauen bei der Bewältigung des Verlusts ihrer Ehemänner zu helfen. Die tägliche Schweigeminute um 9 Uhr erinnert an den anhaltenden menschlichen Preis des Krieges.

Die nächste Hilfsmission ist für November geplant, wobei die Freiwilligen bereits einen weiteren Rettungswagen sowie zusätzliche Güter vorbereiten. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich an Norbert Kuhl in Overath (0170-350 30 40) oder Ulrich Gürster in Bergisch Gladbach (0179-458 2444) wenden. Die Hilfsaktionen gehen weiter, während sich die Auswirkungen des Krieges auf die ukrainischen Gemeinden weiter verschärfen.

Quelle