19 March 2026, 16:25

Windrad-Sieg vor Gericht: Gleitschirmclub verliert Klage gegen Bau in NRW

Eine Person beim Paragliding über einer grünen Wiese mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund, die einen Helm trägt und gegen einen hellblauen Himmel fliegt.

Paragliding Club Fails in Lawsuit Against Wind Turbine in North Rhine-Westphalia - Windrad-Sieg vor Gericht: Gleitschirmclub verliert Klage gegen Bau in NRW

Drachensegler- und Gleitschirmclub in Nordrhein-Westfalen scheitert mit Klage gegen Windrad in der Nähe

Ein Drachensegler- und Gleitschirmverein in Nordrhein-Westfalen hat seinen Rechtsstreit gegen den Bau eines Windrads in der Nähe seines Geländes verloren. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) wies den Eilantrag des Clubs ab und urteilte, dass das Projekt keine existenzbedrohenden Auswirkungen auf den Betrieb habe.

Die Windkraftanlage, die etwa 550 Meter vom Startplatz des Vereins entfernt entstehen soll, war wegen Bedenken hinsichtlich der Flugsicherheit und möglicher Flugbeschränkungen angefochten worden.

Der Verein argumentierte, das Windrad werde unzumutbare Einschränkungen für den Flugbetrieb mit sich bringen und erhebliche Sicherheitsrisiken schaffen. Das OVG stellte jedoch fest, dass die Gruppe im Planungsverfahren ordnungsgemäß angehört worden sei. Die Richter wiesen zudem darauf hin, dass Flüge bei Windgeschwindigkeiten unter 20 km/h mit nur minimalen Beeinträchtigungen fortgesetzt werden könnten.

Im Hochsauerlandkreis hat sich in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Windenergieprojekte stetig erhöht. Zwischen 2021 und 2025 wurden 12 neue Anlagen genehmigt, darunter fünf in der Nähe von Meschede im Jahr 2022, vier im Raum Arnsberg 2023 sowie drei weitere 2024/2025 im Rahmen der Ausbauziele für erneuerbare Energien in Nordrhein-Westfalen.

Trotz der Einwände des Vereins kam das Gericht zu dem Schluss, dass die Lage des Windrads keinen Baustopp rechtfertige. Das Urteil ebnet den Weg für die geplante Realisierung des Windparks.

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Die Entscheidung bedeutet, dass der Bau der Anlage nun ohne weitere rechtliche Verzögerungen voranschreiten wird. Der Verein muss seinen Betrieb an die neue Situation anpassen, insbesondere bei stärkerem Wind. Unterdessen treibt der Kreis den Ausbau der Windenergie weiter voran – ganz im Einklang mit den regionalen Klimazielen.

Quelle