15 March 2026, 22:21

Willich streicht Kita-Neubau – doch diese Projekte bleiben erhalten

Ein Plakat mit einem detaillierten Stadtplan von Spruidel, Deutschland, mit begleitendem Text.

Willich streicht Kita-Neubau – doch diese Projekte bleiben erhalten

Willicher Stadtrat trifft schmerzhafte Entscheidungen bei Kita-Ausbau

Angesichts anhaltender Haushaltsengpässe hat der Willicher Stadtrat schwierige Weichenstellungen bei der Entwicklung von Kinderbetreuungsplätzen vorgenommen. Nach langen Beratungen einigten sich alle Fraktionen einstimmig darauf, den Bau einer geplanten Kita zu streichen, während ein anderes Projekt weiterverfolgt wird. Die Beschlüsse fallen in eine Zeit andauernder finanzieller Belastungen, die voraussichtlich mindestens bis 2030 anhalten werden.

Die Pläne für eine neue Kita am Alperhof wurden verworfen – die Kosten hätten pro Standort rund 5 Millionen Euro betragen. Aufgrund sinkender Nachfrage wird nun nur noch das Vorhaben am Reinershof umgesetzt. Trotz der Kürzungen bleibt die Stadt ihrem Bildungsauftrag verpflichtet: Über 20 Millionen Euro fließen in die Sanierung der Albert-Schweitzer-Schule und des St.-Bernhard-Gymnasiums. Zudem wird die neue DRK-Kita Gartenland wie geplant realisiert.

Vertreter der CDU zeigten sich vorsichtig optimistisch zum Haushaltsverfahren, warnten jedoch vor schwierigen Verhandlungen in den kommenden Monaten. Die Finalisierung des Haushalts 2026 im April werde von allen Fraktionen erhebliche Anstrengungen erfordern. Bürgermeister Christian Schrömbges betonte die Notwendigkeit einer strengen Haushaltsdisziplin, da bis 2030 mit Defiziten zu rechnen sei.

Alle Ratsmitglieder anerkannten die Ernsthaftigkeit der finanziellen Lage. Schrömbges machte deutlich, dass in den nächsten Jahren weitere Sparmaßnahmen unvermeidbar sein werden.

Die Beschlüsse bedeuten zwar den Verzicht auf eine Kita, sichern aber zentrale Bildungsprojekte. Angesichts der angespannten Haushaltslage wird Willich auch künftig zwischen Kürzungen und Investitionen abwägen müssen. Die nächste Haushaltsberatung im April wird zeigen, ob es den Fraktionen gelingt, die anhaltenden finanziellen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

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