27 April 2026, 08:22

Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs an Kunden zu Bewährung verurteilt

Ein Mann in weißem Hemd und dunkler Hose sitzt an einem Tisch mit gefalteten Händen und zeigt einen ernsten Gesichtsausdruck, mit dem Text "Die Rasenbetrügereien" unten.

Bedingte Freiheitsstrafe für Vermögensverwalter wegen hochspekulativer Investments - Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs an Kunden zu Bewährung verurteilt

Ein Vermögensverwalter ist wegen Betrugs an Kunden in Höhe von über zwei Millionen Euro zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Münster verkündete am Freitag sein Urteil und setzte eine längere Bewährungsfrist an, als die Staatsanwaltschaft beantragt hatte.

Der Verwalter gestand, mit dem Geld seiner Kunden hochriskante Investitionen getätigt zu haben, um persönliche Verluste auszugleichen. Bis 2021 waren die Gelder vollständig aufgebraucht, sodass die Anleger mit leeren Händen dastanden.

Im Mittelpunkt des Verfahrens standen 39 Betrugsvorwürfe mit einem Gesamtschaden von mehr als zwei Millionen Euro. Der Vermögensverwalter hatte die Kundengelder für spekulative und volatile Anlagen verwendet, in der Hoffnung, frühere finanzielle Rückschläge wettzumachen. Als das Vorhaben 2021 scheiterte, waren die Verluste vollständig, und der Verwalter bekannte sich den Geschädigten gegenüber schuldig.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsfrist von einem Jahr und zehn Monaten gefordert. Das Gericht verschärfte die Strafe jedoch und verlängerte die Bewährungszeit. Zum Zeitpunkt des Urteils hatte der Verwalter bereits zwei Monate der Bewährungsauflagen erfüllt.

Die Entscheidung des Amtsgerichts Münster unterstreicht die Schwere der Taten. Die Anleger verloren ihre gesamten Ersparnisse, nachdem sie dem Verwalter ihr Vertrauen geschenkt hatten. Der Fall zeigt die Risiken unkontrollierter Finanzmisswirtschaft und die langfristigen Folgen für die Opfer auf.

Die Bewährungsstrafe ist nun das endgültige Urteil in diesem Fall. Der Vermögensverwalter muss die gesamte Bewährungszeit absitzen, die über den ursprünglichen Antrag der Staatsanwaltschaft hinausgeht. Die Kunden bleiben jedoch ohne Entschädigung für ihre verlorenen Investitionen.

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