04 May 2026, 06:20

Uniklinik Köln setzt auf automatisierte Medikamentenausgabe für 600 Betten

Weißer Tisch mit Pillenschachtel, die mit Pillen gefüllt ist, und einem Stethoskop daneben; Pillenschachtel hat Text.

Uniklinik Köln setzt auf automatisierte Medikamentenausgabe für 600 Betten

Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenausgabesystem auf bis zu 600 Patientenbetten

Die Uniklinik Köln baut ihr automatisiertes Medikamentenverteilungssystem aus, um künftig bis zu 600 Betten abzudecken. Ziel ist es, den Pflegeaufwand zu verringern und gleichzeitig die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen. Das Krankenhaus setzt diese Technologie bereits seit 2018 ein und zählt damit zu den ersten in Deutschland, die ein solches System eingeführt haben.

Das System funktioniert, indem Tabletten aus Großpackungen in Maschinenfächer abgefüllt werden – im Vergleich zu herkömmlichen Blisterverpackungen reduziert dies den Plastikmüll. Jede Tablette wird zentral von der Apotheke einzeln verpackt und etikettiert, was das Risiko von Fehlern und Verunreinigungen verringert. Zudem plant das Krankenhaus, die bisher genutzten Sieben-Tage-Tablettenboxen mit Fächern schrittweise abzuschaffen, da diese Keime ansammeln können.

Für das Pflegepersonal entfällt durch die automatische Ausgabe der richtigen Dosierungen ein Großteil der manuellen Medikamentenhandhabung. Da sich das System bereits bewährt hat, wird es nun weiter ausgebaut.

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Bis 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser ähnliche automatisierte Systeme einführen – andernfalls drohen ihnen finanzielle Sanktionen der Krankenkassen. Dieser bundesweite Vorstoß unterstreicht die wachsende Anerkennung der Effizienz- und Sicherheitsvorteile dieser Technologie.

Die Erweiterung an der Uniklinik Köln wird den Druck auf das Pflegepersonal mindern und Medikationsfehler reduzieren. Zudem trägt das System durch weniger Plastikmüll und ein geringeres Infektionsrisiko zur Nachhaltigkeit bei. Angesichts der bevorstehenden Verpflichtung zur Einführung werden voraussichtlich auch andere Krankenhäuser in den kommenden Jahren nachziehen.

Quelle