18 April 2026, 16:22

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung an – und PETA kontert mit 30-Tage-Challenge

Zeitung mit gedrucktem Text und Bild, auf dem "Samuel Hack, Schweinehirt und Wurstmacher, Feine Bewdley Würste" steht.

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung an – und PETA kontert mit 30-Tage-Challenge

Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit seiner jüngsten Kritik an veganer Ernährung für Aufsehen gesorgt. In einem Podcast des bayerischen Radiosenders Antenne Bayern behauptete er, dass pflanzliche Ernährung langfristig zu gesundheitlichen Problemen führe. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der sein eigenes Familienunternehmen, eine Wurstwarenfirma, mittlerweile von seinen Kindern geleitet wird.

Als Reaktion darauf hat die Tierrechtsorganisation PETA Hoeneß eingeladen, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen – einer Herausforderung, sich 30 Tage lang rein pflanzlich zu ernähren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hoeneß argumentierte, vegane Ernährung mache die Menschen auf Dauer krank. Zudem bezeichnete er Veganer als übermäßig aggressiv in der Vermittlung ihrer Überzeugungen. Seine Aussagen stehen im deutlichen Widerspruch zu wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, die den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit ernsten Gesundheitsrisiken in Verbindung bringen. Studien zeigen wiederholt, dass ein hoher Verzehr tierischer Produkte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 erhöht.

Der 72-Jährige hat selbst mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Medienberichten zufolge wurde er wegen Herzproblemen behandelt und leidet unter Bluthochdruck – Beschwerden, die häufig mit einer Ernährung mit hohem Anteil an verarbeitetem Fleisch einhergehen.

Unterdessen gewinnt der Trend zur pflanzlichen Ernährung weiter an Fahrt. Bereits 2014 wies der Geschäftsführer von Rügenwalder Mühle, einem großen Hersteller veganer Wurstwaren, auf die steigende Nachfrage nach fleischlosen Alternativen hin. Befürworter pflanzlicher Ernährung verweisen auf Vorteile für die persönliche Gesundheit, den Tierschutz und die ökologische Nachhaltigkeit.

Hoeneß' Wurstwarenunternehmen HoWe Wurstwaren wird inzwischen von seinen beiden Kindern geführt. Seine Tochter Sabine fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin, während sein Sohn Florian die alleinige Prokura innehat. Das Unternehmen bleibt der traditionellen Fleischproduktion verbunden, obwohl das öffentliche Interesse an veganen Optionen wächst.

PETAs Einladung an Hoeneß spiegelt die breiter angelegten Bemühungen wider, Ernährungsumstellungen zu fördern. Das Veganstart-Programm der Organisation bietet Unterstützung für alle, die sich mit pflanzlicher Ernährung vertraut machen möchten. Ob Hoeneß die Herausforderung annimmt, bleibt ungewiss – doch seine Kritik hat die Debatte über die gesundheitlichen und ethischen Folgen des Fleischkonsums neu entfacht.

Quelle