Stadträtinnen-Netzwerk fordert besseren Schutz für Frauen im Kreis Unna
Michaele LindnerStadträtinnen-Netzwerk fordert besseren Schutz für Frauen im Kreis Unna
Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich beim Vernetzungstreffen des Stadträtinnen-Netzwerks. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zentrale Themen, die Frauen im Kreis Unna und in Lünen betreffen. Diskutiert wurden Unterstützungsangebote, Gewaltprävention und Obdachlosigkeit.
Das Treffen brachte Vertreterinnen verschiedener Parteien zusammen, um über kommunale Politik zu sprechen. Sie bewerteten die bestehenden Hilfsangebote in der Region und wiesen auf Lücken hin – darunter das Fehlen einer kreisweiten Koordinierungsstelle.
Ein zentrales Thema war der Schutz von Frauen vor Gewalt. Die Teilnehmerinnen erörterten die Umsetzung der Istanbul-Konvention und die Verbesserung der Unterstützung für Betroffene. Vorschläge gab es unter anderem für die Einführung einer anonymen Spurensicherung für Opfer sexualisierter Gewalt im Kreis Unna. Zudem betonten sie die Notwendigkeit leicht zugänglicher, niedrigschwelliger Angebote.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Obdachlosigkeit von Frauen. Die Gruppe räumte ein, dass obdachlose Frauen mit anderen Herausforderungen konfrontiert sind als Männer. Es wurden maßgeschneiderte Hilfsprogramme diskutiert, um ihren Bedürfnissen besser gerecht zu werden.
Das Vernetzungstreffen ermöglichte einen parteiübergreifenden Austausch zu drängenden lokalen Fragen. Konkrete Schritte zur Verbesserung der Unterstützung für Frauen im Kreis wurden identifiziert – darunter eine bessere Koordination, anonyme Meldestrukturen und gezielte Hilfe für obdachlose Frauen.






