26 March 2026, 06:23

Stadtplaner diskutieren mutige Konzepte für lebendige Innenstädte der Zukunft

Stadtstraße mit Fahrzeugen, eine Fußgängerbrücke mit Menschen, Strommasten mit Drähten, Gebäude und ein bewölkter Himmel.

Stadtplaner diskutieren mutige Konzepte für lebendige Innenstädte der Zukunft

Rund 30 Stadtplaner aus etwa 20 Städten trafen sich kürzlich in Solingen, um über die Zukunft der Innenstädte zu diskutieren. Die Veranstaltung in der Gläsernen Werkstatt stand im Zeichen der Belebung von Fußgängerzonen und des Austauschs innovativer Strategien. Ein zentraler Diskussionspunkt war dabei Solingens eigener "Stadt 2030"-Plan.

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Organisiert wurde das Treffen vom Nordrhein-Westfälischen Netzwerk Stadtentwicklung (NWSE), einem einzigartigen Bündnis von rund 160 Kommunen. Das Netzwerk vereint Städte und Gemeinden aller Größen, um Ideen auszutauschen und gemeinsame Herausforderungen anzugehen. Die Arbeitsgruppe Innenstadt des NWSE bot eine Plattform für den offenen Dialog über die Erneuerung urbaner Räume.

Die Teilnehmer betonten, dass mutige Schritte und eine klare Vision nötig seien, um den Innenstädten neues Leben einzuhauchen. Traditionelle Fußgängerzonen, die bisher vor allem vom Einzelhandel geprägt waren, wurden als überholt kritisiert. Stattdessen sprachen sich die Experten für multifunktionale Räume aus – mit Wohnraum, Grünflächen und kulturellen Angeboten.

Als Erfolgsmodell wurde Emsdetten präsentiert, das zeigt, wie zukunftsweisende Konzepte Stadtbilder verändern können. Auch neue Mobilitätsideen, etwa die Öffnung von Fußgängerzonen für Radfahrer, wurden als Möglichkeiten diskutiert, Städte dynamischer zu gestalten. Andreas Budde, Solingens stellvertretender Bürgermeister, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kommunen, um gemeinsame Probleme zu lösen.

Fachleute waren sich einig: Nur durch funktionale Vielfalt – von Läden über Wohnungen bis zu öffentlichen Plätzen – können Innenstädte wieder attraktiv werden. Ohne Innovation drohten viele urbane Räume an Strahlkraft und Lebendigkeit zu verlieren, warnten sie.

Die Konferenz endete mit dem gemeinsamen Verständnis, dass die Belebung der Innenstädte sowohl Mut als auch langfristiges Engagement erfordert. Städte wie Solingen und Emsdetten erproben bereits neue Ansätze – von gemischten Nutzungsformen bis zu innovativen Verkehrskonzepten. Das NWSE-Netzwerk wird die Kommunen auch weiterhin bei der Bewältigung dieser Aufgaben unterstützen.

Quelle