22 March 2026, 10:21

Solingen öffnet das Lieferkontor häufiger für Besucher und ehrt die Liewerfrauen

Detailierte alte Karte von Zoffingen, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude, Bäume und Text auf vergilbtem Papier.

Solingen öffnet das Lieferkontor häufiger für Besucher und ehrt die Liewerfrauen

Solingen erweitert in diesem Jahr den Zugang zu seinem industriellen Erbe. Die Stadt und ihr Förderverein öffnen das historische Lieferkontor während der Wandersaison häufiger für Besucher. Interessierte können nun das Leben der Liewerfrauen erkunden – jener Frauen, die einst schwere Körbe durch die steilen Straßen der Stadt trugen.

Die Ausstellung befindet sich im Lieferkontor, einem Teilstandort des dezentralen Industriemuseums Solingen. Geplant sind monatliche Öffnungstage, geführte Wanderungen und zusätzliche Sonntagsführungen mit lokalen Experten.

Von März bis Oktober wird das Lieferkontor an mindestens einem Sonntag im Monat seine Türen öffnen. Sollten sich weitere Freiwillige melden, könnten zusätzliche Termine hinzukommen. Langfristig strebt man eine regelmäßige Öffnung am ersten Sonntag jedes Monats in diesem Zeitraum an.

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Der örtliche Guide Lutz Peters wird vier zusätzliche Sonntagsöffnungen von 11:00 bis 13:00 Uhr anbieten. Zudem wird das Stadtmarketing das Kontor 2026 fünfmal jeweils von 10:00 bis 14:00 Uhr zugänglich machen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die täglichen Mühen der Liewerfrauen, die Körbe mit bis zu 25 Kilogramm Gewicht durch Solingens hügeliges Gelände transportierten.

Für den 19. April um 13:00 Uhr ist eine geführte Wanderung geplant. Die Teilnehmer starten am Gründerzentrum und folgen einem Abschnitt des 15 Kilometer langen Rundwegs Liewerfrauenweg. Diese Route verbindet zentrale Industrieorte und folgt den ursprünglichen Lieferwegen der Frauen. Der Weg führt unter anderem an der Hendrichs' Fallfabrik und Wipperkotten vorbei – beides Standorte des dezentralen Industriemuseums.

Die Organisatoren suchen weiterhin Freiwillige, um die Öffnungszeiten auszuweiten. Ziel ist es, die Museumsstandorte zugänglicher zu gestalten und gleichzeitig die Geschichten von Solingens Arbeitsvergangenheit zu bewahren.

Die erweiterten Öffnungszeiten bieten mehr Menschen die Möglichkeit, die Ausstellung über die Liewerfrauen und den Liewerfrauenweg zu erkunden. Die Stadt hofft, dass die Initiative das Interesse an Solingens Industriegeschichte weckt. Der Erfolg hängt in den kommenden Monaten von der Unterstützung der Gemeinschaft und dem Engagement der Freiwilligen ab.

Quelle