30 March 2026, 14:27

Solingen führt Mindestpreise für Uber-Fahrten ein – FDP protestiert gegen "Rückschritt"

Ein gelbes Taxi fährt eine Straße mit hohen Gebäuden entlang, wo Fußgänger mit Regenschirmen gehen, eine Brücke ist im Hintergrund zu sehen und Stromleitungen verlaufen über die Straße unter einem bewölkten Himmel.

Solingen führt Mindestpreise für Uber-Fahrten ein – FDP protestiert gegen "Rückschritt"

Der Stadtrat von Solingen hat eine neue Verordnung eingeführt, die Mindestpreise für Fahrten mit Ridepooling-Diensten wie Uber festlegt. Demnach müssen Fahrten über solche Anbieter mindestens 91 Prozent des üblichen Taxitarifs kosten. Kritiker bemängeln, dass diese Maßnahme die Preise in die Höhe treiben und den Wettbewerb im Verkehrssektor einschränken werde.

Die Entscheidung hat scharfe Kritik der Freien Demokratischen Partei (FDP) ausgelöst. Die lokale Vorsitzende Nina Brattig verurteilte das Fehlen einer öffentlichen Diskussion. Sie argumentiert, dass die Regelung vor allem junge Menschen und Gelegenheitsnutzer belasten werde, während sie traditionelle Taxiunternehmen vor Konkurrenz schütze.

Uber hatte in Solingen mit einem Modell gestartet, das auf feste Preise im Voraus und schnelle Verfügbarkeit setzt. Seitdem nutzen immer mehr Einwohner die App als Alternative zu klassischen Taxis. Die neue Verordnung der Stadt zielt jedoch darauf ab, die Preise von Ridepooling-Diensten an die der lizenzierten Taxis anzugleichen.

Brattig bezeichnete die Verordnung als "Rückschritt" und warnte, dass höhere Mindestpreise die Kosten für Fahrgäste erhöhen würden. Sie betonte, dass weniger Wettbewerb letztlich den Verbrauchern schade – insbesondere denen, die auf günstige Transportmöglichkeiten angewiesen seien. Aus ihrer Sicht fehle es der Maßnahme an Transparenz, zudem sei sie ohne angemessene politische Debatte durchgesetzt worden.

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Über die Preisfrage hinaus forderte Brattig umfassendere Reformen, um die Taxiregelungen in Deutschland zu modernisieren. Das aktuelle System bezeichnete sie als veraltet und reformbedürftig, um den neuen Marktbedingungen gerecht zu werden. Die Ablehnung der FDP unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen traditionellen Taxibetreibern und aufstrebenden Ridepooling-Diensten in der Stadt.

Die Verordnung legt fest, dass Ridepooling-Fahrten in Solingen mindestens 91 Prozent des Taxistandardtarifs kosten müssen. Uber und ähnliche Anbieter sehen sich nun strengeren Preisvorgaben gegenüber, was ihren Kostenvorteil verringert. Die Kritik der FDP deutet darauf hin, dass die Debatte über die Verkehrsregulierung in der Stadt noch lange nicht beendet ist.

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