03 April 2026, 00:27

Solingen diskutiert Schutz kritischer Infrastruktur mit Militär und Rettungskräften

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die Standorte der National Geospatial Intelligence Agency hervorhebt, mit fetter Schrift überlagert auf geografischen Merkmalen wie Flüssen, Bergen und Städten.

Solingen diskutiert Schutz kritischer Infrastruktur mit Militär und Rettungskräften

Veranstaltung in Solingen: Militär, Rettungskräfte und lokale Verantwortliche diskutieren Schutz kritischer Infrastruktur

Eine kürzliche Veranstaltung in Solingen brachte Vertreter des Militärs, der Rettungsdienste und lokale Führungskräfte zusammen, um über den Schutz kritischer Infrastruktur zu beraten. Organisiert von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen, stand die Zusammenkunft unter dem Zeichen des 70-jährigen Bestehens der Bundeswehr und widmete sich zugleich den wachsenden Sicherheitsherausforderungen. Die Redner betonten die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Streitkräften, Polizei und Katastrophenschutz.

Unter dem Titel "Innere Sicherheit in Zeiten erhöhter Bedrohungen – wie sieht die zivil-militärische Zusammenarbeit aus?" wurde erörtert, wie Städte wie Solingen sich auf mögliche Krisen vorbereiten. Beamte verwiesen dabei sowohl auf bisherige Kooperationen als auch auf künftige Pläne zum Schutz der Versorgung mit Wasser, Strom und Gas vor gezielten Angriffen.

Generalmajor Andreas Henne warnt vor koordinierten Angriffen auf zivile Infrastruktur Generalmajor Andreas Henne, Leiter der Abteilung Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, skizzierte zu Beginn ein düsteres Szenario: koordinierte Angriffe auf die zivile Infrastruktur bis zum Jahr 2028. Er warnte, dass solche Bedrohungen nicht allein mit militärischer Bereitschaft abgewendet werden könnten, sondern eine gesamtgesellschaftliche Antwort erforderten. Henne forderte eine Stärkung der mentalen, organisatorischen und militärischen Widerstandsfähigkeit, um modernen Gefahren zu begegnen.

Bundeswehr unterstützt seit 2020 verstärkt Kommunen in Krisenzeiten Seit 2020 arbeitet die Bundeswehr enger mit lokalen Behörden zusammen – insbesondere in Krisensituationen. Während der COVID-19-Pandemie setzte das Militär 15.000 Soldatinnen und Soldaten sowie 17.000 zivile Kräfte ein, um Länder und Kommunen zu unterstützen. Bereits zuvor hatte die Bundeswehr bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise 2015 geholfen. Aktuell liegen die Schwerpunkte auf Warnsystemen wie dem bundesweit eingesetzten Modularen Warnsystem (MoWas), das von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam finanziert wird.

Solingen und Bergisches Städtedreieck stärken Schutzmaßnahmen und Krisenkoordination Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Solingen, bestätigte, dass die Stadt ihre Schutzvorkehrungen vorantreibt. Besonders bei der Absicherung der Wasser-, Strom- und Gasnetze gebe es Fortschritte. Markus Röhrl, Polizepräsident für das Bergische Städtedreieck, erläuterte, wie die Polizei im Ernstfall mit anderen Behörden zusammenarbeitet.

MIT-Vorsitzende betont: Freiheit und Demokratie brauchen eine widerstandsfähige Gesellschaft Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, rückte die Debatte in einen größeren Wertekontext. Sie unterstrich, dass die Verteidigung von Freiheit, Frieden und Demokratie eine resilientere Gesellschaft voraussetze. In ihren Schlussworten bekräftigte sie die Notwendigkeit kontinuierlicher Zusammenarbeit, um Sicherheit in unsicheren Zeiten zu gewährleisten.

Fazit: Zivil-militärische Zusammenarbeit als Schlüssel für künftige Sicherheit Die Veranstaltung machte die wachsende Vernetzung von Bundeswehr, Rettungskräften und kommunaler Verwaltung deutlich. Solingens Bemühungen zum Infrastrukturschutz und zum Ausbau von Warnsystemen spiegeln einen bundesweiten Trend hin zu mehr zivil-militärischer Kooperation wider. Die Teilnehmer waren sich einig: Künftige Sicherheit hängt von gemeinsamer Planung, schnellen Reaktionsfähigkeiten und nachhaltigen Investitionen in die Widerstandsfähigkeit ab.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle