Sabotagewelle 2025: Deutschlands Verkehrsnetz im Visier gezielter Angriffe
Evi HeuserSabotagewelle 2025: Deutschlands Verkehrsnetz im Visier gezielter Angriffe
Deutschlands Verkehrsinfrastruktur sah 2025 vermehrte Sabotageversuche
Offizielle Aufzeichnungen zeigen einen deutlichen Anstieg gezielter Angriffe – die Behörden verzeichneten mehr Vorfälle als in den Vorjahren. Die Entwicklung löst Besorgnis über die Sicherheit im Schienen- und Güterverkehrsnetz aus.
Das Jahr begann mit einer Entgleisung am 12. Januar 2025: Ein Güterzug wurde zwischen Essen und Oberhausen durch eine auf den Gleisen platzierte Metallklemme zum Entgleisen gebracht. Der Zeitpunkt fiel mit einem geplanten US-Militärkonvoi auf derselben Strecke zusammen – ein klarer Sabotageakt.
Bis Mai 2025 wurden zwei Männer festgenommen, die Brand- und Bombenanschläge auf den deutschen Güterverkehr geplant hatten. Sie galten als niederrangige Agenten. Im September durchsuchten Ermittler dann ein Frachtschiff in den Kieler Kanalschleusen wegen des Verdachts auf drohnenbasierte Aufklärung gegen ein Marineschiff.
Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte 2025 insgesamt 93 Sabotagedelikte gegen Verkehrswege – ein deutlicher Anstieg gegenüber 78 Fällen (2023) und 58 (2024). Zudem wurden 12 Straftaten unter der neuen Kategorie „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ erfasst, die in den beiden Vorjahren noch nicht existierte. Das häufigste Motiv im Jahr 2025 war „sonstige Zugehörigkeit“ (37 Fälle).
Auch über die deutschen Grenzen hinaus kam es zu Anschlägen: Zwei Ukrainer führten im Herbst 2025 im Auftrag Russlands Sprengstoffattentate auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin durch.
Die Daten bestätigen eine wachsende Bedrohung für Verkehrsnetze. Sabotageakte werden häufiger und vielfältiger in ihren Methoden. Die Behörden ermitteln weiter und reagieren auf die vorsätzlichen Störungen.






