19 April 2026, 20:21

RWE setzt auf Wasserstoff: Neues Gaskraftwerk in Voerde bis 2030 geplant

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 im Referenzszenario zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

RWE setzt auf Wasserstoff: Neues Gaskraftwerk in Voerde bis 2030 geplant

RWE baut in Voerde neues wasserstofftaugliches Gaskraftwerk

Der Energiekonzern RWE errichtet in Voerde am Niederrhein ein modernes Gaskraftwerk, das für den Betrieb mit Wasserstoff vorbereitet ist. Die Anlage, deren Inbetriebnahme für 2030 geplant ist, soll eine Leistung von 850 Megawatt erreichen und zu mindestens 50 Prozent mit Wasserstoff betrieben werden. Das Projekt ist Teil der langfristigen Strategie des Unternehmens, flexible Energielösungen auszubauen.

Durch die günstige Lage am geplanten Kernnetz der Wasserstoff-Pipelines verschafft sich RWE einen strategischen Vorteil bei der Beantragung staatlicher Fördergelder. Marktbeobachter betonen, dass diese Positionierung die Chancen des Konzerns in künftigen Ausschreibungsverfahren deutlich stärkt.

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Aktienkurs steigt – Analysten bleiben optimistisch Seit Januar haben die RWE-Aktien über 37 Prozent zugelegt – ein klares Zeichen für das Vertrauen der Anleger. Trotz schwächerer Windverhältnisse, die sich kurzfristig auf die Erträge auswirken, hält die US-Bank JPMorgan ihre Einstufung als "Overweight" aufrecht. Begründet wird dies mit den stetigen Fortschritten bei der Zielerreichung im Jahresverlauf. Auch die Analysten von Bernstein Research und Goldman Sachs stehen hinter dem Unternehmen, letztere empfehlen sogar den Kauf der Aktie.

Wie aus den am 28. Oktober vorgestellten Unternehmenszahlen hervorgeht, könnten Aktionäre jedoch weitere Schritte erwägen müssen. Dennoch sind sich die Experten einig: Zwar könnten wetterbedingte Schwankungen die Quartalsergebnisse belasten, doch die langfristige Transformation des Konzerns bleibt auf Kurs. Das Voerder Kraftwerk ist ein zentraler Baustein in RWEs Plan, sogenannte "Dunkelflauten" – Phasen mit geringem Ökostromaufkommen – durch anpassungsfähige, wasserstoffbasierte Energiequellen zu überbrücken.

Wichtiger Schritt für die Energiewende und Wasserstoffstrategie Die neue Anlage wird einen flexiblen, CO₂-armen Stromlieferanten für die deutsche Energiewende darstellen. Angesichts bevorstehender staatlicher Förderprogramme und der starken Unterstützung durch Finanzanalysten unterstreicht das Projekt sowohl das Marktvertrauen als auch die strategische Weitsicht von RWE. Die Fertigstellung 2030 markiert einen Meilenstein im Wandel des Unternehmens hin zu einer wasserstoffbasierten Energiezukunft.

Quelle