Rostocks Volkstheater bleibt erhalten – Abrisspläne scheitern am Denkmalschutz
Evi HeuserRostocks Volkstheater bleibt erhalten – Abrisspläne scheitern am Denkmalschutz
Pläne zum Abriss des Rostocker Volkstheaters stoßen auf starken Widerstand. Das 1943 erbaute Gebäude entwickelte sich später zu einem ikonischen Beispiel der modernistischen Architektur der DDR. Nun haben Denkmalschutzbehörden große Teile des Bauwerks unter rechtlichen Schutz gestellt.
Kulturelle Bedeutung erlangte das Volkstheater als Spielstätte der Welturaufführung von Peter Weiss’ Marat/Sade im Jahr 1965. Die regierende Rostocker CDU hatte vorgeschlagen, das Haus durch Neubauwohnungen zu ersetzen – doch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin wird einem Abriss voraussichtlich nicht zustimmen.
In Düsseldorf hingegen wurden die Pläne für ein neues, vom Architekturbüro Snøhetta entworfenes Opernhaus fallen gelassen. Die Kosten explodierten auf geschätzte 1,8 Milliarden Euro, woraufhin Oberbürgermeister Stephan Keller das Projekt stoppte, als bereits rund 800 Millionen Euro verbaut waren. Stattdessen wird die Stadt ihr bestehendes Bonatz-Opernhaus modernisieren – die Kosten werden auf 400 bis 500 Millionen Euro veranschlagt.
Das Frankfurter Büro raumwerk hat einen kostengünstigeren Umbau für den Bonatz-Bau vorgeschlagen. Unterdessen entsteht in Rostock bereits ein neues Theater, entworfen vom Berliner Architekturbüro Hascher Jehle, für 208 Millionen Euro.
Das Volkstheater bleibt vorerst unter Schutz und kann damit nicht abgerissen werden. Düsseldorf hat sein Milliardenprojekt für ein neues Opernhaus verworfen und setzt stattdessen auf Sanierung. In Rostock schreitet der Neubau des Theaters voran, während die historische Spielstätte erhalten bleibt.






