27 March 2026, 14:28

Private Krankenversicherung wird 2026 für viele deutlich teurer – was tun?

Flussdiagramm, das die Stadien medizinischer Kosten von der Vorerkrankung bis zur Gesundheitsausgangslage zeigt, mit beschrifteten K├Âchen und verbindenden Pfeilen.

Private Krankenversicherung wird 2026 für viele deutlich teurer – was tun?

Private Krankenversicherungen in Deutschland werden für viele Versicherte immer teurer. Ab Anfang 2026 müssen rund 60 Prozent der privat Versicherten mit deutlich höheren Beiträgen rechnen. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die Diskussionen zunehmen, ob das duale Versicherungssystem des Landes durch ein einheitliches, universelles Modell ersetzt werden sollte.

Aktuell ist etwa jeder zehnte Deutsche privat krankenversichert, während der Rest auf die gesetzliche Krankenversicherung setzt. Privatversicherte erhalten zwar oft schneller Arzttermine als gesetzlich Versicherte, doch ihre Beiträge richten sich nicht nach dem Einkommen – anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung, bei der die Abgaben einkommensabhängig sind.

Zu Jahresbeginn sind bereits viele Privatversicherte mit höheren Kosten konfrontiert. Einige wechseln die Tarife, um Geld zu sparen, riskieren dabei aber manchmal den Verlust von Leistungen. Gleichzeitig gewinnt die Forderung nach einer Reform an Fahrt.

Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG Metall, schlägt eine "Bürgerversicherung" vor, die von allen finanziert wird. Sein Modell sieht vor, dass alle einkommensabhängige Beiträge zahlen – und damit die Trennung zwischen privater und gesetzlicher Versicherung beendet wird. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, unterstützt ein ähnliches universelles System.

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Die SPD hatte vor der letzten Wahl eine "solidarische Bürgerversicherung" gefordert. Doch der Vorschlag fand keinen Eingang in den Koalitionsvertrag der neuen Regierung. Die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung sind stetig gestiegen – von 15,5 Prozent im Jahr 2015 auf voraussichtlich 17,5 Prozent bis 2026, da die Ausgaben die Einnahmen übersteigen.

Die Kluft zwischen den Kosten für private und gesetzliche Krankenversicherungen wird immer größer. Angesichts steigender Beiträge und Reformvorschläge auf dem Tisch dürfte die Debatte über das deutsche Gesundheitssystem weiter an Fahrt gewinnen. Für privat Versicherte bleibt vorerst die Abwägung zwischen höheren Kosten und schnellerem Zugang zu medizinischen Leistungen.

Quelle