03 April 2026, 10:24

Post-Ost-Gemeinschaften treffen sich in Deutschland für historischen Austausch

Detailierte Stadtplan-Poster von Berlin-Dahlem, Deutschland, mit Stra├čen, Geb├Ąuden und Sehenswürdigkeiten sowie begleitendem Text über die Geschichte, Kultur und Attraktionen der Stadt.

Post-Ost-Gemeinschaften treffen sich in Deutschland für historischen Austausch

Dreitägiges Treffen der Post-Ost-Gemeinschaften in Deutschland

Vom 6. bis 8. August fand in Deutschland ein dreitägiges Treffen von Gemeinschaften aus den ehemaligen Ostblockstaaten statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der BUNT-Stiftung und markierte den Start des neuen Projekts p(ost) berlin. Die Initiative, gefördert durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" brachte Migrantinnen und Migranten aus den ehemaligen Ostblockländern zu ihrem ersten persönlichen Austausch seit Jahren zusammen.

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Im Mittelpunkt der Konferenz standen die persönlichen Verbindungen zwischen Menschen mit Wurzeln in den ehemaligen Ostblockstaaten. Die Teilnehmenden tauschten sich über ihre Erfahrungen aus und diskutierten die Herausforderungen der Eingewöhnung in Deutschland. Am letzten Tag fanden zwei Workshops statt, die sich mit Rhetorik und Sprechfertigkeiten sowie der psychologischen Anpassung an neue Lebensrealitäten beschäftigten.

Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbands russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über den Aufbau starker Migrantengemeinschaften. Zudem wurde die Arbeit von Organisationen vorgestellt, die sich für Integration einsetzen. So unterstützt der Verein "Frauenpower – Ukrainische Frauen Integrationsverein" in Sachsen-Anhalt ukrainische Frauen bei der Eingliederung in die deutsche Gesellschaft. Die "Kinder- und Jugendvereinigung JunOst" wiederum begleitet junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund.

Die gastgebende BUNT-Stiftung bietet Sprach- und Kulturkurse für Migrantinnen und Migranten, Unternehmen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Besonders im Fokus stehen dabei Frauen, Kinder und Familien. Vertreten war auch die Deutsch-Kasachische Gesellschaft e.V., die seit 1997 die Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland fördert.

In Deutschland gibt es rund 750.000 eingetragene Vereine, die eine zentrale Rolle in der Gemeinschaftsarbeit spielen. Sie helfen bei der Finanzverwaltung, rechtlichen Transaktionen und verringern Haftungsrisiken für ihre Mitglieder. Laut dem Mikrozensus 2022 haben 23,8 Millionen Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund – eine genaue Zahl für Personen speziell aus den ehemaligen Ostblockstaaten liegt jedoch nicht vor.

Das Treffen endete mit dem Vorhaben, die Netzwerke der Post-Ost-Gemeinschaften weiter zu stärken. Das Projekt p(ost) berlin zielt darauf ab, nachhaltige Verbindungen und Unterstützungssysteme für Migrantinnen und Migranten aufzubauen. Mit der Weiterentwicklung der Initiative sind weitere Workshops und Vorträge geplant.

Quelle