16 March 2026, 14:20

NRW-Polizei jagt Influencer, die illegale Autorennen filmen und verbreiten

Eine Gruppe von Autos, die auf einer Rennstrecke mit Gras auf beiden Seiten und einem Zaun im Hintergrund fahren.

Tuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt Influencer, die illegale Autorennen filmen und verbreiten

Polizei in Nordrhein-Westfalen geht gegen Social-Media-Influencer vor, die Raserei filmen

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen verschärfen das Vorgehen gegen Social-Media-Influencer, die sich beim Rasen filmen und Videos von illegalen Autotreffen verbreiten. Mit der Maßnahme wollen die Ermittler gefährliche Zusammenkünfte unterbinden, die große Menschenmengen anziehen und die öffentliche Sicherheit gefährden.

Die Beamten sind nun befugt, offizielle Verwarnungen auszusprechen oder Personen auf Grundlage bestehender Gesetze von bestimmten Gebieten auszuschließen.

Im Fokus der Aktion stehen Influencer, deren Online-Posts illegale Straßenrennen und Tuning-Events bewerben. Die Polizei überwacht aktiv deren Social-Media-Kanäle, um frühzeitig Hinweise auf geplante Treffen zu erkennen. Durch die Beobachtung dieser Accounts hoffen die Ermittler, Teilnehmer bereits auf dem Weg zu den Veranstaltungen abzufangen.

Wird ein nicht genehmigtes Treffen gemeldet, folgt eine groß angelegte Reaktion: Hubschrauber oder Drohnen kommen zum Einsatz, um Beweismaterial zu sammeln und die Lage zu bewerten. Zudem arbeiten die Behörden gegebenenfalls mit den Polizeikräften der Nachbarländer Belgien und Niederlande zusammen, um zu verhindern, dass Teilnehmer durch Grenzübertritte der Festnahme entgehen.

Offizielle Zahlen, wie viele Influencer in der Region in den vergangenen zwei Jahren identifiziert oder verwarnt wurden, liegen nicht vor. Die Kampagne spiegelt jedoch wachsende Sorgen über die Gefahren wider, die von solchen Events für Verkehrsteilnehmer und Anwohner ausgehen.

Die neuen Maßnahmen ermöglichen es der Polizei, schnell gegen Beteiligte illegaler Autotreffen vorzugehen. Durch Überwachung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll die Zahl gefährlicher Zusammenkünfte verringert werden. Die verschärften Kontrollen senden eine klare Botschaft: Rücksichtsloses Verhalten im öffentlichen Straßenverkehr wird nicht toleriert.

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