08 May 2026, 16:17

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen – endlich Gleichstellung?

Ein Blatt mit einer Zeichnung von drei Frauen vor einem Gebäude, das den Text "Frauenrechte: Ladies Take Your Own Choice, Polka und Mazurka" oben und unten zeigt.

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen – endlich Gleichstellung?

Selbstständige Frauen in Deutschland haben derzeit keinen Anspruch auf Mutterschutz – das soll sich ändern

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In Deutschland genießen selbstständige Frauen derzeit keinen gesetzlichen Mutterschutz. Jährlich müssen rund 27.000 von ihnen Schwangerschaft und Geburt ohne die finanziellen und rechtlichen Absicherungen durchstehen, die Angestellten zustehen. Nun treibt Nordrhein-Westfalen mit einer neuen Initiative die Ausweitung dieser Rechte voran.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ihre Forderung nach einem gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen erneuert. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, eine Schwangerschaft dürfe niemals als Berufsrisiko behandelt werden. Sie machte klar, dass nun Berlin handeln müsse: „Berlin ist am Zug“, sagte sie – und das Land werde weiter auf volle Gleichstellung drängen.

Eine vom Land finanzierte Machbarkeitsstudie hat untersucht, wie ein solcher Schutz umgesetzt werden könnte. Die Ergebnisse werden im Juli vorgestellt. Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat bereits konkrete Vorschläge vorgelegt, darunter eine einmalige Pauschalzahlung als Lohnersatz während der Mutterschutzfrist.

Auch das Wirtschaftsministerium hat sich eingeschaltet und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammengebracht. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen praktische Wege, um den Mutterschutz bundesweit auf selbstständige Frauen auszuweiten.

Gelingt die Reform, würde damit eine langjährige Lücke im deutschen Mutterschutzrecht geschlossen. Die Pläne zielen darauf ab, tausenden Selbstständigen während der Schwangerschaft und nach der Geburt finanzielle Sicherheit und rechtlichen Schutz zu bieten. Der nächste entscheidende Schritt ist die Veröffentlichung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Juli.

Quelle