13 April 2026, 14:25

Mysteriöse Kayser-Vase taucht auf und fasziniert Sammler weltweit

Schwarzes und weißes Foto eines Zimmers, das dicht mit verschiedenen Vasen und dekorativen Gegenständen von der Imperial Factory in London eingerichtet ist, mit Text unten.

Mysteriöse Kayser-Vase taucht auf und fasziniert Sammler weltweit

Eine seltene und monumentale Vase des Krefelder Zinngießers J. P. Kayser ist aufgetaucht und wirft neues Licht auf das Erbe der traditionsreichen Firma. Das mit filigranen Zinnrosen-Applikationen verzierte Stück stammt aus der Zeit nach 1908, findet sich jedoch in keinen historischen Aufzeichnungen. Forscher versuchen nun, seine Geschichte zu rekonstruieren – und damit auch den weiteren Einfluss der Marke Kayser auf die Messing- und Zinnverarbeitung.

Das 1851 gegründete Unternehmen J. P. Kayser wurde unter der kreativen Leitung von Engelbert Kayser zum Synonym für hochwertige Messing- und Zinnarbeiten. Die oft mit dem charakteristischen Firmenstempel versehenen Stücke sind heute bei Sammlern und Museen gleichermaßen begehrt. So bewahrt etwa das Deutsche Messing-Museum mehrere Messingobjekte mit dem Kayser-Namen auf, darunter zwei aufwendig gestaltete Weinkühler mit figürlichen Griffen.

Die neu entdeckte Vase sticht durch ihr handwerkliches Können und ihr Geheimnis hervor. Anders als andere Kayser-Werke taucht sie in keinem Katalog oder auf Fotos auf, was Experten über ihre Herkunft rätseln lässt. Die verzweigten Rosendekore spiegeln den Jugendstil wider, der in den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren einen regelrechten Boom erlebte und fast zum Statussymbol für Kenner avancierte.

Marilena Calcara, die am Deutschen Messing-Museum (DMM) die Forschung leitet, untersucht die Rolle von J. P. Kayser in der Branche. Das Museum hat zudem die Öffentlichkeit aufgerufen, Hinweise zu weiteren Kayser-Objekten zu teilen – in der Hoffnung, weitere verborgene Schätze zu entdecken.

Die Vase reiht sich ein in die exklusive Gruppe der begehrten Kayserzinn-Stücke, die von Institutionen und Privatsammlern gleichermaßen gesucht werden. Ihre Entdeckung unterstreicht die anhaltende Faszination für Kaysers Werk – und die noch immer bestehenden Lücken in der Firmengeschichte. Mit laufenden Recherchen und öffentlichen Beiträgen könnten bald weitere Details über das Erbe der Gießerei ans Licht kommen.

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