Mönchengladbachs Briefwahl entscheidet über Olympia-Bewerbung 2036 bis 2044
Edgar WilmsenMönchengladbachs Briefwahl entscheidet über Olympia-Bewerbung 2036 bis 2044
Mönchengladbach stimmt per Briefwahl über Olympia-Bewerbung ab
Mönchengladbach bereitet sich auf einen Bürgerentscheid über seine Rolle im Rahmen der Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele vor. Die Abstimmung, die ausschließlich per Briefwahl durchgeführt wird, entscheidet darüber, ob die Stadt die gemeinsame Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 unterstützt. Die Wahlunterlagen werden bis Sonntag, den 29. März, an alle Wahlberechtigten verschickt. Die Rückgabe muss bis Mitte April erfolgen – Fristende ist strikt einzuhalten.
Der Stadtrat hat den Bürgerentscheid als Teil der übergeordneten Rhein-Ruhr-Bewerbung angesetzt, an der sich 16 weitere Kommunen beteiligen. Sollte Mönchengladbach den Zuschlag erhalten, wäre die Stadt Austragungsort der olympischen Hockeyturniere. Auf dem Stimmzettel wird den Wählern eine zentrale Frage gestellt: Ob sie die Beteiligung der Stadt an dem regionalen Vorhaben befürworten.
Wahlberechtigt sind alle Personen ab 16 Jahren, die in Mönchengladbach mit Hauptwohnsitz gemeldet sind oder sich gewöhnlich dort aufhalten. Zudem müssen sie die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder Staatsangehörige eines EU-Mitgliedstaats sein. Bei einer Einwohnerzahl von 267.213 steht die genaue Zahl der Wahlberechtigten noch nicht fest – alle Erwachsenen, die die Kriterien erfüllen, dürfen jedoch teilnehmen.
Die Wahlunterlagen umfassen einen Stimmzettel, einen blauen Wahlumschlag, eine Wahlbenachrichtigung, einen roten Versandumschlag sowie eine Informationsbroschüre. Die ausgefüllten Stimmzettel müssen bis Mittwoch, den 15. April, um 16:00 Uhr eingegangenen sein – portofrei. Die Auszählung beginnt am Sonntag, den 19. April, um 16:00 Uhr im Briefwahlzentrum am Berufskolleg Volksgartenstraße. Rund 1.200 Wahlhelfer werden die Stimmen aus den 110 Briefwahlbezirken der Stadt bearbeiten.
Damit das Ergebnis gültig ist, muss eine Mindestbeteiligung von 10 Prozent der Wahlberechtigten erreicht werden. Eine einfache Mehrheit reicht allein nicht aus – das erforderliche Quorum ist entscheidend.
Das Ergebnis des Bürgerentscheids wird über Mönchengladbachs Rolle in der Rhein-Ruhr-Bewerbung entscheiden. Bei einer Zustimmung könnte die Stadt Austragungsort für die olympischen Hockeyturniere in einem der drei vorgeschlagenen Spiele werden. Die endgültige Entscheidung hängt sowohl von der Wahlbeteiligung als auch von der Erfüllung der 10-Prozent-Beteiligungsgrenze ab.






