25 March 2026, 10:18

Mega-Prozess in Siegburg: Cum-Ex-Skandal erreicht neuen Höhepunkt mit 280-Millionen-Schaden

Altes Buch mit dem Titel "Berichte über ausgewählte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall sowie die Meinung von John Lord Fortescue" aufgeschlagen auf einer Seite mit schwarzer Tinte.

Mega-Prozess in Siegburg: Cum-Ex-Skandal erreicht neuen Höhepunkt mit 280-Millionen-Schaden

Großer Steuerhinterziehungsprozess in Siegburg eröffnet – neuer Höhepunkt der Cum-Ex-Ermittlungen in Deutschland

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In Siegburg hat ein bedeutender Prozess wegen Steuerhinterziehung begonnen, der einen weiteren Abschnitt in Deutschlands andauernden Cum-Ex-Untersuchungen markiert. Drei ehemaligen Bankern wird vorgeworfen, Geschäfte organisiert zu haben, durch die den Steuerzahlern ein Schaden von rund 280 Millionen Euro entstand. Die Verhandlung, die voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern wird, findet in einem neu errichteten Gerichtsgebäude statt, das erst im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen zwei ehemalige Mitarbeiter der Hamburger Privatbank M.M. Warburg sowie ein Dritter, dem Beihilfe zu dem System vorgeworfen wird. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Cum-Ex-Geschäfte abgewickelt zu haben – komplexe Transaktionen, die Schlupflöcher ausnutzten, um Steuererstattungen auf Dividenden zu kassieren, die tatsächlich nie gezahlt wurden. Solche Praktiken haben bereits landesweit mehrere Prozesse ausgelöst.

Der Prozess findet vor der Siegburger Zweigstelle des Landgerichts Bonn statt, einem 2023 für 50 Millionen Euro errichteten Neubau. Es handelt sich dabei nicht um einen Einzelfall: Die Staatsanwaltschaft Köln hat bundesweit etwa 130 Cum-Ex-Verfahren eingeleitet, in die rund 1.700 Beschuldigte verwickelt sind. Weitere Anklagen sind wahrscheinlich – bis Jahresende könnten bis zu sieben zusätzliche Fälle folgen.

Weitere Prozesse stehen bereits an, darunter ein weiteres Verfahren gegen Manager der Warburg Bank, das am 24. März 2026 beginnen soll. Bonn und Siegburg bleiben damit zentrale Schauplätze dieser juristischen Auseinandersetzungen, während die Behörden weiter versuchen, das Geflecht der mutmaßlichen Betrugsfälle zu entwirren.

Der Siegburger Prozess unterstreicht das Ausmaß der deutschen Offensive gegen Cum-Ex-Steuerbetrug. Da sich die Verhandlung über zwei Monate erstreckt, könnte ihr Ausgang richtungsweisend für die Dutzenden noch anhängigen Fälle sein. Die umstrittenen 280 Millionen Euro zeigen, wie hoch die finanziellen Einsätze in diesen langjährigen Ermittlungen sind.

Quelle