14 April 2026, 18:23

Marie Jaroni wird erste Chefin von Thyssenkrupp Steel Europe in schwierigen Zeiten

Eine Frau in einem roten Kleid und Schutzbrille schweißen ein Metallstück und erzeugt Funken in einer Fabrikumgebung mit Zylindern und anderen Gegenständen im Hintergrund.

Deutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Marie Jaroni wird erste Chefin von Thyssenkrupp Steel Europe in schwierigen Zeiten

Thyssenkrupp Steel Europe ernennt Marie Jaroni zur ersten weiblichen Vorstandsvorsitzenden

Die Bestellung erfolgt zu einer Zeit, in der das Unternehmen vor großen Herausforderungen steht – darunter eine schwache globale Nachfrage und billige Importe aus Asien. Jaroni soll den Stahlkonzern durch einen geplanten Personalabbau und eine langfristige Umstrukturierung führen.

Zuvor leitete Jaroni den Bereich Vertrieb und Transformation des Unternehmens und spielte eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen zum jüngsten Restrukturierungsabkommen. Ihr Vertrag als Vorstandsvorsitzende wurde nun bis 2030 verlängert.

Derzeit beschäftigt der Stahlhersteller rund 27.000 Mitarbeiter. Nach dem neuen Plan soll diese Zahl bis Ende des Jahrzehnts auf etwa 16.000 sinken. Die Kürzungen spiegeln die anhaltenden Kämpfe mit niedrigen Preisen und wirtschaftlichem Druck wider.

Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, hob Jaronis strategische Weitsicht hervor. Auch Knut Giesler von der IG Metall lobte ihren fairen und kooperativen Ansatz während der schwierigen Verhandlungen.

In einer weiteren Personalie löst Wilfried von Rath Dirk Schulte als Personalvorstand ab, der das Amt aus persönlichen Gründen verließ.

Jaronis verlängerte Amtszeit als Vorstandsvorsitzende wird die Zukunft von Thyssenkrupp Steel Europe prägen. Das Unternehmen muss einen schrumpfenden Mitarbeiterstab und intensiven Wettbewerb bewältigen. Ihre Führung wird entscheidend sein, um die Umstrukturierung umzusetzen und gleichzeitig Stabilität zu wahren.

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