26 March 2026, 08:23

Lesung in Lünen: Warum Femizide in Deutschland ein gesellschaftliches Problem bleiben

Altes Buchcover mit drei Frauen in traditioneller bayrischer Tracht, eine hält ein herzförmiges Objekt auf einem Teller, mit Text "Riaderadatich, September 1918".

Lesung in Lünen: Warum Femizide in Deutschland ein gesellschaftliches Problem bleiben

Öffentliche Lesung in Lünen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Am 25. November 2025 findet in Lünen eine öffentliche Lesung statt, um den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen zu markieren. Die Journalistin Julia Cruschwitz wird Auszüge aus ihrem Buch "Femizide: Die Tötung von Frauen in Deutschland" präsentieren, das sich mit dem anhaltenden Problem geschlechtsspezifischer Tötungen im Land auseinandersetzt. Die Veranstaltung soll auf ein Problem aufmerksam machen, das allein 2023 in Deutschland 360 Menschen das Leben kostete.

Organisiert wird die Lesung vom Büro für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten der Stadt Lünen, gemeinsam mit der Volkshochschule Lünen und der Stadtbücherei Lünen. Beginn ist um 17:00 Uhr im Treffpunkt Persiluhr in der Stadtbücherei (Gartenstraße 4). Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung über die Volkshochschule Lünen wird jedoch gebeten.

Im Anschluss an die Lesung steht Cruschwitz dem Publikum für eine Diskussion zur Verfügung. Ihr Buch zeigt auf, dass in Deutschland fast jeden Tag eine Frau getötet wird68,6 Prozent der Femizide im Jahr 2023 standen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Die Recherchen untersuchen zudem, wie gesellschaftliche Einstellungen diese Verbrechen oft verharmlosen oder ignorieren.

Heike Tatsch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, betont, dass Gewalt gegen Frauen kein privates, sondern ein gesellschaftliches Problem sei. Die Veranstaltung soll diese Perspektive hinterfragen und durch einen offenen Austausch das Bewusstsein für das Thema schärfen.

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Die Lesung und anschließende Diskussion bieten der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich mit Cruschwitz' Erkenntnissen auseinanderzusetzen. Die Organisator:innen hoffen, dass die Veranstaltung zu einer größeren Anerkennung von Femizid als systemisches Problem beiträgt. Die kostenfreie Anmeldung ist weiterhin für alle Interessierten möglich.

Quelle