Legendäres Münchner Bar-Kunstwerk Schwabinger 7 findet neue Heimat in Bruckmühl
Michaele LindnerLegendäres Münchner Bar-Kunstwerk Schwabinger 7 findet neue Heimat in Bruckmühl
Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte kehrt in Bruckmühl zurück. Das Kunstwerk Schwabinger 7, geschaffen von Rupert Dorrer, schmückte einst die Wände der berühmtesten Bar der Stadt. Nach Jahren im Depot wird es nun dauerhaft in der Galerie der Kleinstadt ausgestellt.
Die feierliche Enthüllung findet am Montag um 11 Uhr statt, geleitet von Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter.
Das Gemälde entstand in den 1980er-Jahren in der Feilitzschstraße 7, dem Standort der legendären Bar Schwabinger 7. Dorrer verwandelte dort eine Wand in ein Mixed-Media-Kunstwerk mit den Maßen 140 cm Breite und 72 cm Höhe. Die Bar, eine Münchner Institution, schloss später ihre Türen, und das Gebäude wurde umgenutzt.
Eine Zeitlang landete das Werk in einem Denn's Biomarkt, der anstelle der Bar eröffnet hatte. Schließlich sicherte Dorrer es als Dauerleihgabe für die Bruckmühl Galerie. Das Stück steht heute als Mahnmal für den Wandel des Münchner Nachtlebens – ein Kontrast zum noch immer blühenden Stammtisch im Grünen Eck, einem weiteren Schwabinger Wahrzeichen.
An der ursprünglichen Bar-Adresse hat mittlerweile eine Filiale von Burgermeister eröffnet, Teil der Expansionsstrategie der Berliner Kette in ganz Deutschland. Das Burger-Restaurant markiert einen weiteren Einschnitt in der Geschichte dieses historischen Ortes, der sich immer weiter von seiner legendären Vergangenheit entfernt.
Mit seinem neuen Standort in Bruckmühl bewahrt das Kunstwerk ein Fragment der Münchner Kulturgeschichte. Sein Weg führte es von einer geliebten Bar über einen Supermarkt bis in eine öffentliche Galerie. Die Enthüllung durch den Bürgermeister am Montag wird seine offizielle Rückkehr in die Öffentlichkeit besiegeln.