18 June 2026, 20:16

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivist:innen angeklagt – hohe Kosten für Fluggesellschaften

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivist:innen angeklagt – hohe Kosten für Fluggesellschaften

Gegen Klimaschutzaktivist:innen wurden nach zwei getrennten Protestaktionen am Flughafen Köln/Bonn im Juli und August Anklage erhoben. Die Vorfälle führten zu erheblichen Flugbehinderungen und finanziellen Forderungen seitens der Flughafenbetreiber und Airlines.

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Am 24. Juli 2024 sollen fünf Aktivist:innen sich laut Vorwurf auf eine Startbahn geklebt und damit den Flugbetrieb für drei Stunden lahmgelegt haben. Jede:r von ihnen muss sich nun wegen Kosten in Höhe von etwa 4.100 Euro verantworten. Nur fünf Tage später, am 15. August, blockierten zwei Protestierende eine Zufahrtsstraße in der Nähe einer Startbahn, was zu einer einstündigen Unterbrechung führte. Diese beiden Personen wurden mit knapp 3.250 Euro pro Person belastet.

Insgesamt werden sechs Personen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs in Zusammenhang mit beiden Vorfällen beschuldigt. Die Anklage wurde beim Amtsgericht Köln eingereicht, doch über die Eröffnung eines Hauptverfahrens wurde noch nicht entschieden, und ein Prozesstermin steht noch aus.

Der Flughafen beziffert die vorläufigen Schäden auf rund 125.000 Euro und behält sich vor, weitere Ansprüche geltend zu machen. Auch Eurowings kündigte an, Entschädigungsforderungen zu stellen, und schätzt seine Verluste vorläufig auf knapp 284.000 Euro. Die Proteste verursachten Flugverspätungen sowie finanzielle Forderungen sowohl des Flughafens als auch der Airline. Die juristischen Verfahren sind noch anhängig, während Behörden und Unternehmen die vollständigen Auswirkungen der Aktionen weiter prüfen.

Quelle