07 May 2026, 06:19

K-pop-Fans verteidigen Jisoo gegen Vorwürfe eines belgischen Designers

Zwei Männer in Anzügen, die in einer Zeitungsartikel mit der Überschrift "Grazer Musiker" vom März 2012 lächeln.

K-pop-Fans verteidigen Jisoo gegen Vorwürfe eines belgischen Designers

Ein belgischer Modedesigner hat für Aufsehen gesorgt, nachdem er der K-pop-Star Jisoo von Blackpink vorwarf, geliehene Kleidungsstücke nicht zurückgegeben zu haben. Benjamin Voortmans nannte die Sängerin zunächst in einer öffentlichen Stellungnahme, in der Hoffnung, eine Reaktion von ihrem Team zu provozieren. Der Vorfall zog schnell die Aufmerksamkeit der Fans auf sich und unterstrich den Einfluss engagierter Fangemeinden, die ihre Idole vehement verteidigen.

Voortmans, ein Designer mit 80 Millionen Followern auf Instagram, behauptete anfangs, Jisoo habe Stücke, die für ein Fotoshooting geliehen worden waren, nicht zurückgeschickt. Später präzisierte er, es sei nie seine Absicht gewesen, sie anzugreifen – er habe lediglich eine Antwort von ihren Vertretern erzwingen wollen. Die Situation spitzte sich zu, als Fans sich zusammenschlossen, um die Sängerin zu verteidigen, und damit die Stärke parasozialer Bindungen in der Fan-Kultur demonstrierten.

Eine Studie von Carat US und Fandom aus dem Jahr 2025 ergab, dass solche tiefen emotionalen Verbindungen das Konsumverhalten und die Markenbindung maßgeblich prägen. Michael Lewis, Marketingprofessor an der Emory University, verwies auf einen ähnlichen Fall aus dem Jahr 2019, als die Fans von Taylor Swift – bekannt als „Swifties“ – ihre Künstlerin während eines Streits mit Scooter Braun kompromisslos unterstützten. Solche spontanen Graswurzel-Bewegungen können kleinere Akteure wie unabhängige Designer unvorbereitet treffen.

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Voortmans hatte zunächst zugesagt, den Vorfall mit WWD zu besprechen, lehnte später jedoch mit der Begründung ab, die Angelegenheit werde intern geklärt. Die Episode dient als Mahnung für Marken und Kreative, die Fangemeinden kommerzialisieren wollen: Sie müssen vorsichtig agieren, um nicht den Zorn treuer Anhänger zu wecken.

Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie leidenschaftlich Fans ihre Idole vor vermeintlicher Kritik schützen. Kleinere Branchenvertreter unterschätzen oft das Ausmaß solcher Reaktionen. Für Marken und Designer bedeutet dies: Wer sich in der Fan-Kultur bewegt, muss behutsam vorgehen, um die mächtigen und hochengagierten Communities nicht zu verprellen.

Quelle