01 April 2026, 00:48

Jugendliche schießen mit Softair-Pistole auf Passantin in Lüdenscheid – Polizei ermittelt wegen Waffengesetz

Ein Spielzeugsoldat mit einer Pistole geht die Straße entlang, mit unscharfen Gebäuden im Hintergrund.

Jugendliche schießen mit Softair-Pistole auf Passantin in Lüdenscheid – Polizei ermittelt wegen Waffengesetz

Zwei Jugendliche in Lüdenscheid müssen sich wegen rechtlicher Konsequenzen verantworten, nachdem sie angeblich mit einer Softair-Pistole auf eine Passantin geschossen haben sollen. Der Vorfall ereignete sich auf der Altenaer Straße, wo das Duo die Frau zudem verbal beleidigte. Obwohl sie unverletzt blieb, leiteten die Behörden Maßnahmen nach dem deutschen Waffengesetz ein.

Der Konflikt eskalierte, als die Frau die Jugendlichen aufforderte, das Schießen mit Plastikgeschossen auf dem Parkplatz eines Discounters zu unterlassen. Statt einzulenken, richteten sie die Waffe laut Berichten gegen sie und beschimpften sie. Die Polizei bestätigte später, dass keine körperlichen Verletzungen vorlagen.

Nach deutschem Recht ist es verboten, Softair-Pistolen öffentlich mit sich zu führen oder damit zu schießen. Diese Attrappen, auch als Anscheinswaffen bekannt, unterliegen § 42 des Waffengesetzes. Verstöße können strafrechtliche Folgen haben – von illegalem Waffenbesitz bis hin zu Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Die Strafen reichen je nach Schwere des Falls von Geldbußen bis zu Freiheitsstrafen.

Die Polizei betonte, dass solche Waffen häufig mit echten Schusswaffen verwechselt werden. Nach der Befragung wurden die Jugendlichen ihren Eltern überstellt, müssen jedoch mit weiteren Ermittlungen rechnen. Die genauen Konsequenzen für diesen Vorfall stehen noch nicht fest.

In den letzten Jahren gab es ähnliche Fälle, wobei aktuelle Zahlen für den Zeitraum 2024–2026 in öffentlichen Unterlagen nicht verfügbar sind.

Den Jugendlichen drohen nun mögliche Anklagen nach dem Waffengesetz. Ihr Verhalten – wenn auch ohne Verletzungsfolgen – zeigt die Gefahren des unsachgemäßen Umgangs mit Waffenattrappen in der Öffentlichkeit. Die Polizei warnt weiterhin davor, solche Gegenstände außerhalb ausgewiesener Bereiche mit sich zu führen oder damit zu schießen.

AKTUALISIERUNG

Another incident in Magdeburg highlights recurring issue with toy guns and minors

A separate case in Magdeburg on 26 March 2026 shows similar patterns of juvenile misconduct with replica weapons. Four youths aged 13-16 were found with a softair pistol and a one-hand knife after a public alert. The police seized both items during a search. The group included a 15-year-old who initially concealed the knife while others hid the pistol in nearby bushes. Authorities initiated investigations for carrying an Anscheinswaffe, mirroring legal actions in Lüdenscheid.