Italienische Staatsbahn FS greift Deutsche Bahn im Fernverkehr an
Michaele LindnerItalienische Staatsbahn FS greift Deutsche Bahn im Fernverkehr an
Italienische Staatsbahn FS plant Einstieg in deutschen Fernverkehrsmarkt
Die italienische Staatsbahn Ferrovie dello Stato (FS) will den deutschen Fernverkehrsmarkt erobern. Das Unternehmen betreibt bereits Regionalverbindungen in Deutschland, zielt nun aber darauf ab, die Vorherrschaft der Deutschen Bahn herauszufordern. Mit einem Quasi-Monopol kontrolliert die Deutsche Bahn derzeit rund 95 Prozent des Sektors.
FS erwägt, bis zu 50 Hochgeschwindigkeitszüge auf deutschen Strecken einzusetzen. Dieser Schritt würde eine deutliche Ausweitung über die bisherigen Regionalaktivitäten in Norddeutschland hinaus bedeuten.
Bisher ist FS in Deutschland über ihre Tochtergesellschaft Netinera präsent, die Regionalbahnunternehmen wie die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) und Metronom betreibt. Diese Dienste konzentrieren sich vor allem auf Norddeutschland, doch nun strebt das Unternehmen in den lukrativen Fernverkehrsmarkt vor.
Die Deutsche Bahn sah sich in diesem Bereich bisher kaum Konkurrenz ausgesetzt – mit Ausnahme von Flix, dem bekanntesten Mitbewerber. Flix bedient vor allem stark frequentierte Strecken wie Berlin–Hamburg, doch FS könnte bald zu einem weiteren ernsthaften Konkurrenten werden.
Falls die Pläne umgesetzt werden, würde FS Hochgeschwindigkeitszüge einführen, um direkt mit der Deutschen Bahn zu konkurrieren. Die Erfahrungen des italienischen Unternehmens im Regionalverkehr könnten ihm helfen, im wettbewerbsintensiveren Fernverkehr Fuß zu fassen.
Die mögliche Einführung von bis zu 50 neuen Zügen würde die Auswahl für Fahrgäste deutlich erhöhen. Zudem könnte dies die Deutsche Bahn unter Druck setzen, ihre eigenen Dienstleistungen und Preise zu verbessern.
Der Einstieg von FS in den Fernverkehr würde den deutschen Markt aufmischen. Mit ihrer bestehenden Regionalpräsenz und den Plänen für Hochgeschwindigkeitszüge deutet alles auf eine ernsthafte Herausforderung für die Dominanz der Deutschen Bahn hin. Bei Erfolg könnten Fahrgäste in den kommenden Jahren von mehr Auswahl und möglicherweise besseren Leistungen profitieren.






