26 March 2026, 22:21

Henkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar und stärkt Haarpflege-Sparte

Ein Kosmetikgeschäft mit verschiedenen Haarpflegeprodukten auf Regalen, Regalen und dem Boden, mit informativen Tafeln an den Wänden und Deckenbeleuchtung.

Henkel kauft Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar und stärkt Haarpflege-Sparte

Deutscher Konsumgüterriese Henkel übernimmt US-Haarpflegemarke Olaplex für rund 1,4 Milliarden Dollar

Nach monatelangen Spekulationen hat der angeschlagene Schönheitskonzern Olaplex einen Käufer gefunden: Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel wird die US-Marke für etwa 1,4 Milliarden Dollar übernehmen. Nach Bekanntgabe des Deals stieg der Olaplex-Aktienkurs im frühen US-Handel um fast 50 Prozent.

Henkel zahlt 2,06 Dollar pro Aktie – ein Aufschlag von 55 Prozent auf den Schlusskurs vom 25. März. Im Vergleich zum Durchschnittskurs der letzten 30 Tage bedeutet das Offerte einen Aufpreis von 45 Prozent. Sowohl die Aktionäre als auch der Private-Equity-Eigner Advent International haben dem Verkauf bereits zugestimmt; alle notwendigen Unterschriften liegen vor.

Die Übernahme soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Olaplex behält seinen Markennamen und bleibt als eigenständiges Unternehmen erhalten, doch Henkel plant, über sein globales Vertriebsnetz die Reichweite der Marke auszubauen.

Olaplex hatte 2014 mit seiner innovativen Bonding-Technologie die Haarpflegebranche revolutioniert. Unter der Führung von Advent International, das das Unternehmen 2019 übernahm, stiegen die Umsätze bis 2022 auf über 700 Millionen Dollar. Doch zunehmender Wettbewerb und Marktprobleme setzten der Marke zu: Im Geschäftsjahr 2025 sackten die Erlöse auf 423 Millionen Dollar ab. Der Aktienkurs, der nach dem Börsengang 2021 zeitweise bei fast 30 Dollar gelegen hatte, war vor der Übernahme auf 1,33 Dollar gefallen – Olaplex wurde damit mit rund 890 Millionen Dollar bewertet.

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Trotz der jüngsten Schwierigkeiten zeigte Olaplex gegen Ende 2025 erste Anzeichen einer Stabilisierung: Im vierten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 4,3 Prozent auf 105,1 Millionen Dollar – ein mögliches Zeichen der Erholung, bevor Henkel sein Angebot vorlegte.

Mit dem 1,4-Milliarden-Deal sichert sich Henkel eine etablierte Marke mit einer treuen Kundschaft. Olaplex bleibt eigenständig, profitiert aber künftig von Henkels Ressourcen und globalen Lieferketten. Für Advent International endet mit dem Verkauf eine Phase rasanten Wachstums, gefolgt von einem deutlichen Wertverfall.

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