19 April 2026, 18:22

Grundschüler kontrollieren mit der Polizei Autofahrer – mit Süßigkeiten statt Strafen

Ein Plakat mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund, das "Schulgeschwindigkeit 25 bei Kindern" lautet.

Grundschüler kontrollieren mit der Polizei Autofahrer – mit Süßigkeiten statt Strafen

Grundschüler in Höxter-Albaxen starten mit der Polizei eine ungewöhnliche Verkehrssicherheitsaktion

Schülerinnen und Schüler der Albaxener Schule im Wesertal haben kürzlich gemeinsam mit der örtlichen Polizei eine besondere Kampagne für mehr Verkehrssicherheit durchgeführt. Unter dem Motto "Süßes oder Saures" kontrollierten 63 Kinder an der Hansastraße die Geschwindigkeit vorbeifahrender Autos – und erinnerten die Fahrer auf freundliche, aber bestimmte Weise an die gültigen Tempolimits.

Die Aktion fand an der Hansastraße statt, wo der Verkehr aus Richtung Stahle in den Ort einbiegt. Mit Geschwindigkeitsmessgeräten und Stoppschildern ausgestattet, hielten die Kinder im Laufe des Tages 37 Fahrzeuge an. Unterstützt wurden sie dabei von Beamten der Kreispolizeibehörde Höxter, darunter eine Motorradstreife und das Revierdienstteam.

Die meisten Autofahrer hielten sich an die erlaubten 50 km/h, nur wenige überschritten das Limit. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 58 km/h. Statt Bußgelder oder Verwarnungen zu verteilen, belohnten die Kinder vorbildliche Fahrer mit Dankeskarten und Süßigkeiten. Wer zu schnell unterwegs war, erhielt stattdessen eine Erinnerungskarte – kombiniert mit einem "sauren" Bonbon.

Die jungen Verkehrswächter nutzten die Gelegenheit auch, um direkt mit den Autofahrern ins Gespräch zu kommen: Sie bedankten sich bei den Regelbefolgern und erklärten den anderen die Gefahren von Raserei. Ein Fahrer war besonders gerührt von einem handgemalten Dankesbild und versprach, es zu Hause aufzuhängen. Die Beamten Kathrin Nieseke und Pia Menne begleiteten die Gespräche und sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

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Sowohl die Autofahrer als auch die Gemeinde reagierten durchweg positiv auf die Aktion. Der lockere, aber lehrreiche Ansatz hinterließ bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck.

Am Ende des Tages wurden weder Bußgelder verhängt noch Verwarnungen ausgestellt. Stattdessen stärkte die Kampagne das Bewusstsein für gemeinsame Verantwortung im Straßenverkehr – bei Kindern wie bei Erwachsenen. Der Erfolg des Projekts könnte ähnliche Initiativen in Zukunft inspirieren und durch bürgerschaftliches Engagement sichere Fahrgewohnheiten fördern.

Quelle