FWG Bergisch Gladbach wählt neue Führung und fordert mehr Transparenz bei Stadtfinanzen
Michaele LindnerFWG Bergisch Gladbach wählt neue Führung und fordert mehr Transparenz bei Stadtfinanzen
Die Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach (FWG) hat eine neue Führung gewählt und setzt frische Schwerpunkte für die Stadt. Rainer Röhr übernimmt nun den Vorsitz der Gruppe, die ihre Rolle als bürgerorientierte Wählervereinigung stärken will. Gleichzeitig steht Bergisch Gladbach vor finanziellen Herausforderungen – die Bürger fragen zunehmend kritisch nach, wie öffentliche Gelder ausgegeben werden.
Rainer Röhr führt die FWG nun als Vorsitzender an, sein Stellvertreter ist Willy Bartz. Zum neuen Vorstand gehören außerdem Sonja Förster, Deborah Pätsch, Brigitte Abel-Freitag, Christian Maimer und Martin Freitag. Die Gruppe kündigt an, die Ausgabenentscheidungen der Stadt künftig genauer unter die Lupe zu nehmen.
Der Wechsel an der Spitze erfolgt zu einer Zeit, in der der Kämmerei der Stadt ein düsteres Finanzbild zeichnet. Viele Bürger kritisieren, was sie als unnötige Ausgaben wahrnehmen, und setzen den Stadtrat damit unter Druck. Besonders im Fokus der FWG steht der 45-Millionen-Euro-Sonderfonds für Infrastruktur – die Mittel müssten laut der Gruppe zwingend für dringende Infrastrukturprojekte verwendet werden.
Da im Stadtrat keine klare Mehrheit besteht, könnten Streitigkeiten über zusätzliche Ausgaben schnell zu höheren Kosten führen. Die FWG hat in dieser Legislaturperiode bisher keine konkreten Haushaltsanträge oder Forderungen vorgelegt. Stattdessen will sie genau beobachten, wie die Gelder verteilt werden, und warnt vor einer zweckentfremdeten Verwendung des Infrastrukturbudgets.
Die neue FWG-Führung setzt sich für mehr Transparenz bei den Stadtfinanzen ein. Die Sorgen der Bürger über die Ausgabenpolitik werden lauter, während die unsichere Mehrheitsverhältnisse im Rat Fragen zu künftigen Haushaltsentscheidungen aufwerfen. Die Gruppe bleibt darauf fokussiert, dass öffentliche Mittel sinnvoll eingesetzt werden – vor allem dort, wo der Infrastrukturbedarf am dringendsten ist.






