01 April 2026, 00:48

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd startet nach 18 Monaten Stillstand durch

Ein offenes Buch mit dem Titel "Die Geschichte des Zirkus" aus dem Jahr 1885 in den Niederlanden, das eine Illustration von einer Gruppe von Menschen und Tieren in einem Zoo zeigt, umgeben von Bäumen, Vögeln und einem Zaun.

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd startet nach 18 Monaten Stillstand durch

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd tritt nach langer Untätigkeit endlich zusammen

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Nach monatelanger Inaktivität kommt Dortmunds Ethikkommission für Großwildjagd endlich zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Die Gruppe wurde zwar bereits 2023 ins Leben gerufen, doch seit mindestens 18 Monaten gibt es keine dokumentierten Treffen. Erst durch politischen Druck sah sich der Stadtrat nun veranlasst, vor der Sommerpause konkrete Schritte einzufordern.

Anlass für die Gründung der Kommission waren Forderungen der Grünen und der Linken, die ethischen Aspekte des Verkaufs von Jagd-Safaris zu prüfen. Ihre Aufgabe besteht darin zu bewerten, ob die Großwildjagd dem Artenschutz dient oder vielmehr Schaden anrichtet. Bisher fehlt jedoch jeder Nachweis über ihre Arbeit – was der Oberbürgermeister auf lückenhafte Aktenführung zurückführte.

Politische Gräben verzögerten die Arbeit weiter: Während die CDU einen späteren Termin vorschlug, lehnt die AfD die Kommission gänzlich ab. Grünen, SPD, Linke und kleinere Fraktionen drängten hingegen auf schnelles Handeln, besonders mit Blick auf die anstehende Messe Jagd und Hund. Die Veranstaltung steht in der Kritik von 23 deutschen Tierschutz- und Naturschutzorganisationen, die die Vermarktung von Trophäenjagden als unethisch brandmarken.

International werden die Positionen zur Jagd kontrovers diskutiert: Während Botswana die Großwildjagd zur Elefantenpopulation-Kontrolle und Einnahmengenerierung befürwortet, stellen NGOs den Naturschutznutzen und die ethische Legitimation infrage. Da die Bundesregierung sich zuletzt nicht klar äußerte, wächst nun der Druck auf die Dortmunder Kommission, Stellung zu beziehen.

Nun muss die Kommission entscheiden: Sollen Ergebnisse vorgelegt oder das Thema weiter ausgeschwiegen werden? Ihr anstehendes Treffen könnte die Haltung der Stadt zu Jagd-Safaris und deren Bewerbung prägen – und damit auch die Zukunft der Messe Jagd und Hund beeinflussen.

AKTUALISIERUNG

Did Dortmund's Controversial Hunting Fair Proceed Despite Ethics Debate?

The Jagd & Hund fair opened as planned in Dortmund's Westfalenhallen from 27 January to 1 February 2026, despite ongoing ethical scrutiny. Key details:

  • The event concluded on 1 February 2026 at 18:00 at the Westfalenhallen venue.
  • Organisers released a video preview confirming preparations advanced ahead of the Ethics Commission's meeting.
  • A post-event summary with Tobias Schmitz highlighted the fair's execution amid unconfirmed pressure from 23 animal welfare groups.