DeepL trennt sich von 250 Mitarbeitern – und setzt auf KI-Innovationen
Michaele LindnerDeepL trennt sich von 250 Mitarbeitern – und setzt auf KI-Innovationen
KI-gestützter Übersetzungsdienst DeepL streicht 250 Stellen – ein Viertel der Belegschaft
Der KI-basierte Übersetzungsdienst DeepL hat etwa 250 Arbeitsplätze abgebaut – das entspricht rund einem Viertel seiner Mitarbeiter. CEO Jarosław Kutylowski gab die Entscheidung auf LinkedIn bekannt und begründete sie mit einem Umstieg auf kleinere, fokussiertere Teams. Der Schritt erfolgt im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens, das sich künftig stärker auf Echtzeit-Sprachübersetzungen konzentrieren will.
Die Entlassungen trafen viele Beschäftigte unerwartet. DeepL, das bei der letzten Finanzierungsrunde 2024 mit rund zwei Milliarden US-Dollar bewertet wurde, steht vor finanziellen Herausforderungen: 2023 verzeichnete das Unternehmen ein negatives Betriebsergebnis (EBIT), und auch in den kommenden Jahren werden weitere Verluste erwartet.
Im Zuge der Neuausrichtung eröffnet DeepL ein Büro in San Francisco, um seine KI-Aktivitäten zu stärken. Zudem geht das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Technologieanbieter Mixhalo ein, um die Echtzeit-Sprachübersetzung voranzutreiben. Ziel ist es, dass sich die Mitarbeiter auf kreative Entwicklungsarbeit konzentrieren, während KI Routineaufgaben übernimmt.
Kutylowski bezeichnete die Veränderungen als „strategische Neuaufstellung“, bei der KI-getriebene Innovation Priorität habe. Die Umstrukturierung bedeutet zwar weniger Personal, dafür aber eine stärkere Fokussierung auf Spitzentechnologie im Bereich Übersetzung.
Die Stellenstreichungen markieren einen tiefgreifenden Wandel für DeepL. Mit dem neuen Standort in San Francisco und der Kooperation mit Mixhalo setzt das Unternehmen voll auf Echtzeit-Übersetzungen. Die Maßnahmen sollen die Abläufe effizienter gestalten und gleichzeitig die KI-Entwicklung vorantreiben.






