CSD Dresden: Warum die angeblichen 250.000 Besucher eine Falschmeldung sind
Edgar WilmsenCSD Dresden: Warum die angeblichen 250.000 Besucher eine Falschmeldung sind
Ein online geteiltes Video hat eine Debatte über die Besucherzahlen beim diesjährigen Christopher Street Day (CSD) in Dresden ausgelöst. Einige Nutzer in sozialen Medien behaupteten, die Veranstaltung habe 250.000 Menschen angezogen – doch die Aufnahmen zeigen deutlich weniger Teilnehmer.
Das betreffende Video zeigt nicht die Hauptdemonstration am Samstag, dem 6. Juni, sondern eine spontane Kundgebung am Vorabend. Diese kleinere Zusammenkunft wies deutlich weniger Teilnehmer und Wagen auf als die eigentliche Veranstaltung.
Weder die Stadt Dresden noch lokale Medien berichteten von 250.000 Besuchern beim diesjährigen CSD. Offizielle Quellen wie MDR und die Sächsische Zeitung sprachen stattdessen von „tausenden Menschen“. Auch Stadt und Polizei bestätigten, keine derart hohe Zahl genannt zu haben.
Seit 1994 haben die CSD-Umzüge in Dresden insgesamt etwa 260.000 Teilnehmer verzeichnet. Das begleitende Straßenfest, das seit 2004 stattfindet, lockte im Laufe der Jahre rund 310.000 Besucher an. Die diesjährigen Feierlichkeiten erstreckten sich über drei Tage, wobei die Hauptdemonstration am 6. Juni stattfand.
Die Diskrepanz entsteht dadurch, dass das Video eine separate, kleinere Veranstaltung zeigt – nicht den Hauptumzug. Weder offizielle Berichte noch die Veranstalter stützen die Behauptung von 250.000 Besuchern. Die tatsächliche Teilnehmerzahl wird weiterhin in allgemeineren, weniger präzisen Begriffen beschrieben.






