Betrüger missbrauchen Rheinbahn-Name für Fake-Tickets in Düsseldorf
Gefälschte Facebook-Seite verbreitet Betrug in Düsseldorf
Eine gefälschte Facebook-Seite verbreitet in Düsseldorf einen Betrug: Sie wirbt mit einem angeblichen Angebot für sechs Monate unbegrenztes Fahren zum Preis von nur 2,35 Euro – unter missbräuchlicher Verwendung des Namens der Rheinbahn. Das Verkehrsunternehmen distanziert sich ausdrücklich von dem Angebot.
Die betrügerische Seite wurde am 30. Juni 2025 erstellt. Weniger als zwei Wochen später erschien der irreführende Beitrag. Darin hieß es, die Rheinbahn verkaufe anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums 500 Prepaid-Karten zu diesem Dumpingpreis.
Der im Beitrag enthaltene Link führte Nutzer auf eine Website mit dem Rheinbahn-Logo. Allerdings handelte es sich nicht um die offizielle Domain rheinbahn.de, und die Seite enthielt kein Impressum. Nutzer wurden aufgefordert, Fragen zu beantworten und persönliche Daten – darunter Kreditkartennummern – für ein angebliches Gewinnspiel einzugeben.
Die Rheinbahn bestätigte, dass das Angebot gefälscht ist. Das Unternehmen hatte bereits 2021 sein 125-jähriges Bestehen gefeiert, was die Behauptung eines 25-jährigen Jubiläums widerlegt. Die Fake-Seite zählte lediglich zehn Follower, während die offizielle Rheinbahn-Seite über 47.000 hat.
Zwischen dem 2. und 16. Juli 2025 wurde der Beitrag über Facebook-Werbung gezielt an Nutzer in Düsseldorf beworben. Betroffene berichteten, dass die Betrüger nach der Zahlung der anfänglichen 2,35 Euro deutlich höhere Summen forderten – Tickets wurden jedoch nie zugestellt.
Dieser Fall ist Teil eines größeren Musters: Über 1.000 ähnliche gefälschte Facebook-Seiten, die sich als lokale Verkehrsanbieter ausgeben, wurden in mehr als 60 Ländern entdeckt – alle nutzen nahezu identische Beitragsvorlagen.
Der Betrug setzt Nutzer nicht nur finanziellen Verlusten, sondern auch potenziellen Identitätsdiebstahl aus. Die Rheinbahn betont, dass es das Sechs-Monats-Ticket nicht gibt. Die Behörden warnen die Öffentlichkeit, vor der Reaktion auf solche Angebote die offiziellen Quellen zu prüfen.






