Bergisch Gladbach wird zum "Geheimen Weihnachtsmann" für Butscha im Kriegswinter
Evi HeuserBergisch Gladbach wird zum "Geheimen Weihnachtsmann" für Butscha im Kriegswinter
Bürgerinitiative in Bergisch Gladbach ruft zur Weihnachtshilfe für Butscha auf
Eine lokale Kampagne in Bergisch Gladbach bittet die Bevölkerung, den Bewohnern von Butscha in der Ukraine in der Weihnachtszeit eine Freude zu bereiten. Unter dem Motto "Bergisch Gladbach spielt Geheimen Weihnachtsmann für Butscha" werden Päckchen mit Hilfsgütern für Menschen gesammelt, die einen harten Winter unter ständigen russischen Angriffen durchstehen müssen. Die Initiatoren hoffen, damit nicht nur praktische Unterstützung, sondern auch ein wenig Hoffnung in einer schwierigen Zeit zu schenken.
Der Partnerschaftsverein Bergisch Gladbach–Butscha hat in der gesamten Stadt Sammelstellen eingerichtet, darunter Apotheken, Supermärkte und ein Fotostudio. Die Bürger sind aufgerufen, Schuhkartons oder kleine rechteckige Boxen mit nützlichen Dingen zu füllen – etwa Taschenlampen, Handwärmer, kleines Spielzeug oder lang haltbare Süßigkeiten. Zudem wird der Verein am 29. November und 6. Dezember einen Infostand in der RheinBerg-Galerie betreiben, wo die Päckchen persönlich abgegeben werden können.
Für die Bewohner Butschas beginnt der vierte Winter seit dem russischen Überfall im Jahr 2022. Häufige Luftangriffe zwingen viele Menschen, stundenlang in Bunkern auszuhalten, während durch Beschüsse zerstörte Infrastruktur Familien ohne Heizung und Strom zurücklässt. Besonders schwer trifft es die Kinder, die nicht nur mit eisigen Temperaturen, sondern auch mit den anhaltenden Kriegstraumata kämpfen müssen.
Frank Haag, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, betont, wie wichtig es ist, Butscha weiterhin Solidarität zu zeigen. Neben Sachspenden werden auch finanzielle Zuwendungen für die Transportkosten benötigt. Spenden können unter dem Stichwort "Geheimer Weihnachtsmann für Butscha" überwiesen werden.
Die Päckchen werden im Rahmen einer größeren Hilfsaktion nach Butscha geschickt. Angesichts der ersten Schneefälle sollen die Lieferungen wenigstens einen Teil der Not lindern, die Krieg und Winter mit sich bringen. Über frühere Hilfstransporte macht der Verein keine näheren Angaben – im Mittelpunkt steht die aktuelle Sammlung für die ukrainische Stadt.






