Bergisch Gladbach sichert sich Vorkaufsrecht für 18,8 Hektar Industriefläche
Evi HeuserBergisch Gladbach sichert sich Vorkaufsrecht für 18,8 Hektar Industriefläche
Bergisch Gladbach unternimmt Schritte, um die Kontrolle über wichtiges Industriegelände zu sichern. Die Stadtverwaltung hat eine Verordnung über ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Gebiet im Gewerbegebiet West vorgeschlagen. Mit diesem Vorstoß soll auf mögliche Veränderungen am Standort von Saint-Gobain Isover reagiert werden.
Die geplante Verordnung betrifft Flächen zwischen der Innenstadt und Gronau. Dazu gehören das 11 Hektar große Gelände von Saint-Gobain Isover sowie Bereiche in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße. Ein Großteil dieser Flächen liegt brach oder wird trotz der zentralen Lage nur unzureichend genutzt.
Saint-Gobain nutzt derzeit 11,1 Hektar des Gebiets, hat seine Aktivitäten in den letzten Jahren jedoch zurückgefahren. Das Unternehmen betont, es habe keine unmittelbaren Pläne, das Gelände zu verkaufen, und investiere weiterhin in den Standort. Dennoch möchte die Stadt vorsorglich handeln, falls sich das Unternehmen doch zurückzieht.
Ziel der Verwaltung ist es, den begrenzten Gewerbeflächenbestand der Stadt zu schützen und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Durch das Vorkaufsrecht könnte Bergisch Gladbach das Isover-Gelände erwerben, sobald es verfügbar wird. Die Fläche ist etwa halb so groß wie der Zanders-Komplex und liegt strategisch günstig innerhalb der Stadt.
Der Stadtrat wird nun über den Vorschlag zur Annahme der Verordnung beraten. Bei einer Zustimmung könnte Bergisch Gladbach das Gelände erwerben, falls Saint-Gobain sich zum Abzug entscheidet. Dies würde die zukünftige Stadtentwicklung und wirtschaftliche Stabilität der Region sichern.






