Bayer Leverkusen kämpft um neues Trainingszentrum vor entscheidender Stadtratsabstimmung
Traudl GertzBayer Leverkusen kämpft um neues Trainingszentrum vor entscheidender Stadtratsabstimmung
Bayer Leverkusens Pläne für ein neues Trainingszentrum in Monheim stoßen vor einer entscheidenden Abstimmung auf starken Widerstand. Der geplante Komplex mit 12,5 Spielfeldern sieht sich mit Kritik von Anwohnern und politischen Parteien konfrontiert. Die endgültige Entscheidung fällt am Mittwochabend in der Sitzung des Stadtrats.
Das Vorhaben, das vom früheren Bürgermeister Daniel Zimmermann unterstützt wird, trifft nun auf Widerstand, nachdem sich die Machtverhältnisse im Rat verschoben haben. CDU, SPD, FDP und die Grünen haben Bedenken geäußert. CDU-Fraktionschef Markus Gronauer fordert einen alternativen Standort und argumentiert, dass das aktuelle Gelände in einem Wasserschutzgebiet liege und damit Umweltrisiken berge.
Auch Anwohner zeigen sich besorgt – vor allem wegen Lärmbelästigung, Flutlicht und der Auswirkungen auf nahegelegene Naturräume. Dennoch hält der Verein an seinen Plänen fest. Geschäftsführer Simon Rolfes warnte, eine Ablehnung wäre ein herber Rückschlag für Bayer Leverkusen und die gesamte Region.
Die CDU hat den Club aufgefordert, Gespräche zu führen und andere Standorte in Betracht zu ziehen. Der Verein seinerseits signalisierte Bereitschaft zu einem Treffen mit den Parteien nächste Woche, um die Konflikte zu klären. Das Ergebnis der Abstimmung am Mittwoch wird entscheiden, ob das ehrgeizige Projekt mit Trainingszentrum und Nachwuchsakademie Realität wird.
Die Entscheidung des Stadtrats wird die Zukunft des Leverkusener Trainingscampus prägen. Bei einer Zustimmung entstünde eine deutliche Aufwertung der Vereinsinfrastruktur. Wird das Vorhaben abgelehnt, müsste der Club seine Pläne überarbeiten oder einen neuen Standort suchen.






