14 March 2026, 06:46

Apotheker warnen vor Schließungswelle: Proteste am 23. März geplant

Eine Apotheke namens "Die Generics Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Werbetafeln, Topfpflanzen, Fahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Apotheker warnen vor Schließungswelle: Proteste am 23. März geplant

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Belastungen für örtliche Apotheken zu sprechen. Bei dem Gespräch ging es vor allem um finanzielle Notlagen, drohende Schließungen und geplante Proteste am 23. März.

Im Mittelpunkt standen wirtschaftliche Herausforderungen wie feste Abgabegebühren und der unfaire Wettbewerb durch Versandapotheken.

Lohmann betonte während des Treffens die angespannte finanzielle Situation vieler Apotheken, insbesondere in Essen-Nord. Schließungen seien kein rein ländliches Problem, sondern beträfen zunehmend auch städtische Gebiete – mit der Folge, dass Patienten schlechteren Zugang zu wichtigen Leistungen hätten. Rezeptpflichtige Medikamente bildeten das Rückgrat seines Betriebs, erklärte er, und eine verlässliche Vergütung sei entscheidend für die Stabilität.

Besonders kritisch sah er die feste Abgabegebühr von 8,35 Euro, da Versandapotheken durch Rabatte von bis zu 10 Euro oft günstiger anbieten könnten. Lohmann argumentierte, dass eine faire Bezahlung die lokale Versorgung sichern und die Löhne des Apothekenpersonals verbessern würde.

Schrumpf räumte ein, dass seine Möglichkeiten als Landespolitiker begrenzt seien, versprach jedoch, das Thema auf Bundesebene vorzubringen. Die geplanten Proteste unterstütze er ausdrücklich, da sie helfen würden, die veralteten Gebührenstrukturen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Zudem wurde über die Notfallversorgung und die weiteren Folgen des wirtschaftlichen Drucks auf den Sektor gesprochen.

Am Ende des Gesprächs herrschte Einigkeit über die Dringlichkeit von Reformen. Schrumpf sagte zu, sich auf Bundesebene für Veränderungen einzusetzen, während Lohmann die Vorbereitungen für die Demonstrationen am 23. März vorantrieb. Beide waren sich einig: Ohne faire Vergütung drohten weitere Apotheken zu schließen – mit gravierenden Folgen für die Patientenversorgung.

Quelle