Apotheker fordert radikale Bürokratieabbau-Maßnahmen für mehr Effizienz
Edgar WilmsenApotheker fordert radikale Bürokratieabbau-Maßnahmen für mehr Effizienz
David Kudlek, Inhaber der Klingelholl-Apotheke in Wuppertal, schlägt mehrere Änderungen vor, um die Arbeitsbelastung in Apotheken zu verringern. Seine Vorschläge zielen darauf ab, überflüssige Bürokratie abzubauen und alltägliche Abläufe zu vereinfachen – mit dem Ziel, Personal zu entlasten und die Betriebskosten zu senken.
Ein zentraler Punkt ist der Verzicht auf Identitätsprüfungen bei Rohstoffen, die in der Rezeptur verwendet werden. Kudlek argumentiert, dass dieser Schritt allein Apotheken erhebliche Arbeit ersparen würde, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.
Zudem plädiert er dafür, Wirkstoffe ohne zusätzliche Tests verwenden zu dürfen, sofern sie mit einem Analysezertifikat geliefert werden. Kontrollen sollen nur dann greifen, wenn kein solches Zertifikat vorliegt – die Qualität bliebe damit weiterhin gewährleistet.
Ein weiterer Vorschlag betrifft den Wegfall der Dokumentationspflicht für Tierarzneimittel. Kudlek ist überzeugt, dass dies den Verwaltungsaufwand verringern würde, ohne die notwendige Aufsicht zu vernachlässigen.
Darüber hinaus fordert er eine bundesweite Vereinheitlichung der Regeln zur Temperaturprotokollierung. Diese Änderung würde Inkonsistenzen beseitigen und den Bedarf an unnötiger Ausrüstung sowie die Entsorgung von Chemikalienabfällen reduzieren.
Wie Kudlek betont, mögen einzelne Pflichten zwar geringfügig erscheinen – in der Summe belasten sie den Arbeitsalltag jedoch stark. Der Verzicht auf diese zeitraubenden, aber kleinen Aufgaben könnte die täglichen Abläufe deutlich entlasten.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen die Arbeitsprozesse in Apotheken effizienter gestalten und Kosten sparen. Würden sie umgesetzt, ließe sich Personalzeit gewinnen und der Papierkram verringern. Kudleks Ideen setzen auf praktische Anpassungen, um die Effizienz zu steigern – ohne dabei Kompromisse bei den Standards einzugehen.






