08 May 2026, 08:18

Abschied von der Agostea: Kult-Disko wird Stück für Stück versteigert

Ein Geschäft mit einem zentralen Retro-Arcade-Automaten, einem Regal mit Gläsern auf der rechten Seite und Hintergrundschränken, Fernseher und anderen Gegenständen, mit Deckenleuchten, die eine retro-mäßige Atmosphäre schaffen.

Abschied von der Agostea: Kult-Disko wird Stück für Stück versteigert

Die legendäre Diskothek Agostea in Koblenz verschwindet langsam, während ihre ikonischen Stücke unter den Hammer kommen. Eine zweite Auktion läuft derzeit, bei der alles von einer Discokugel bis hin zu einer Ritterrüstung angeboten wird. Unterdessen bleibt die Zukunft des leer stehenden Geländes ungewiss – konkrete Pläne gibt es bisher nicht.

Bei der ersten Versteigerung Ende März boten Interessenten aus Belgien, Rumänien und der Schweiz um Erinnerungsstücke mit. Zu den verkauften Objekten gehörten eine Slush-Eis-Maschine und ein Ritterharnisch. Ein Käufer, ein Ingenieur aus Zürich, reiste sogar nach Koblenz an – in der irrtümlichen Annahme, die Stadt liege in der Schweiz.

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Über 100 weitere Stücke sind nun in der zweiten Auktion erhältlich, die noch bis zum 13. Mai läuft. Fans können auf eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone oder sogar einen Massagetisch bieten. Viele Exponate bleiben in Koblenz, da lokale Unternehmen bereits Andenken erworben haben, um das Erbe des Clubs zu bewahren.

Der „Stadl“-Bereich der Agostea wurde bereits seines Charakters beraubt. Sobald die restlichen Gegenstände verkauft sind, wird auch der Rest des Geländes folgen. Die Erlöse aus den Auktionen fließen in den Rückbau der bestehenden Bauten und ebnen den Weg für eine neue Nutzung.

Ein gastronomisches Konzept ist eine der Ideen für das Gelände, doch weder ein Betreiber noch ein endgültiger Plan stehen fest. Vorerst bleibt die Zukunft des einstigen Agostea-Standorts offen.

Die zweite Auktion bietet Fans eine letzte Gelegenheit, sich ein Stück Agostea-Geschichte zu sichern. Die eingenommenen Mittel sollen die Umgestaltung des Geländes vorantreiben – doch wie es dort weitergeht, ist noch ungeschrieben. Bis dahin lebt der Mythos des Clubs in den Erinnerungsstücken weiter, die nun in Koblenz und darüber hinaus verstreut sind.

Quelle